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Karliczek: Europa muss „Kontinent des grünen Wasserstoffs werden“

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) will Europa gemeinsam mit ihren Amtskollegen in der EU zum "Kontinent des grünen Wasserstoffs" machen. "Wir müssen gemeinsam ehrgeizig sein", sagte Karliczek dem "Handelsblatt" (Dienstagausgabe) vor dem ersten informellen Treffen der EU-Forschungsminister unter der deutschen Ratspräsidentschaft, das am Dienstag in Berlin stattfindet. Dann könne grüner Wasserstoff einen "echten Beitrag zum Klimaschutz leisten" und zugleich "ein nachhaltiger Wachstums- und Beschäftigungsmotor für Europa und die Welt werden".

Dafür will Karliczek die nationalen und europäischen Anstrengungen zum Thema Wasserstoff in einem Roadmap-Prozess verzahnen - und dazu zunächst die Förderpolitik der EU-Mitgliedsstaaten aufeinander abstimmen. Denn es seien die EU-Mitgliedsländer, die mehr als 90 Prozent aller Forschungsmittel leisteten. Von der EU dagegen kämen "weniger als zehn Prozent". Daher sei die Wasserstoffstrategie der EU zwar ein "Schritt in die richtige Richtung", so Karliczek. Nun müsse sie aber auch "mit hohem Tempo und Ehrgeiz umgesetzt werden". Das sei nur möglich mit dem "vollen Engagement der Mitgliedstaaten". Die Ministerin verweist dabei auf Länder wie die Niederlande, die wie die Bundesrepublik stark auf Wasserstoff setzen. Deutschland hatte Anfang Juni seine Wasserstoffstrategie beschlossen, nach der insgesamt neun Milliarden Euro zur Verfügung stehen.

Foto: Anja Karliczek, über dts Nachrichtenagentur

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