Kein Genmais bei den Stadtgütern München

Der umstrittene Genmais Sorte „Dupont 1507“ steht vor einer Zulassung in der Europäischen Union. Für die Stadtgüter München kommt jedoch der Einsatz von genverändertem Saatgut auf ihren Gutsbetrieben nicht in Frage.
Der Münchner Stadtrat hat sich seit 1999 mehrmals mit dem Thema Gentechnik und Landwirtschaft beschäftigt. In seinem Grundsatzbeschluss vom 11. Februar 1999 hat er sich eindeutig gegen den Einsatz von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) in der Landwirtschaft ausgesprochen. In mehreren Folgebeschlüssen wurde die mehrheitliche Ablehnung des Münchner Stadtrats von Gentechnik in der Landwirtschaft bekräftigt. Darüber hinaus wurde der Beitritt der Stadtgüter München zum Aktionsbündnis „Gentechnikfreie Zone München“ bestätigt.
Sieben von zehn Gutsbetrieben der Stadtgüter München sind gänzlich auf ökologischen Landbau umgestellt. Doch auch auf ihren konventionell bewirtschafteten Betrieben verzichten die Stadtgüter München (SgM) konsequent auf den Anbau gentechnisch veränderter Produkte sowie den Einsatz gentechnisch veränderter Futtermittel. Durch entsprechende Regelungen in den Pachtverträgen werden auch die Pächter von landwirtschaftlichen Flächen verpflichtet, auf städtischen Flächen auf den Anbau von GVO zu verzichten.
An den Voraussetzungen für diese eindeutige Haltung des Stadtrats zur „Grünen Gentechnik“ hat sich bis heute nichts geändert: Nach wie vor können die mit der Freisetzung von GVO in der Natur zu befürchtenden negativen Folgen nicht ausgeschlossen werden. So gibt es beispielsweise bereits vereinzelte Hinweise auf Resistenzbildungen und damit verbunden mittelfristig einen Anstieg beim Herbizideinsatz. Zudem sind negative Auswirkungen auf die Artenvielfalt zu befürchten. Genmais auf den Feldern der Stadtgüter München wird es deshalb auch in Zukunft nicht geben.

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