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Klitschko: Janukowitsch hat Bezug zur Realität verloren

KiewBerlin - Der ukrainische Oppositionspolitiker Vitali Klitschko hat sich mit scharfen Worten gegen den ukrainischen Präsidenten Wiktor Janukowitsch gewandt und ihm unter anderem vorgeworfen, den Bezug zur Realität verloren zu haben. "Präsident Janukowitsch tut jetzt plötzlich so, als wolle er das EU-Abkommen doch noch unterschreiben. Ich frage mich: Warum hat er es dann nicht längst getan? Es ist reine Propaganda von ihm, um die Massen zu beruhigen", schreibt Klitschko in einem Beitrag für die "Bild-Zeitung" (Freitagausgabe)

"Wir alle wissen längst, dass er ein Getriebener Russlands ist und am Ende das Geld von Putin nehmen würde." Zwar sei Klitschko für eine enge Freundschaft zu Russland, "aber gegen eine Zollunion". Die Ukraine gehöre zu Europa, betonte er. "Janukowitsch dagegen sitzt in seinem Schloss und hat den Bezug zur Realität verloren. Er sollte einmal selbst zum Maidan kommen, dann würde er verstehen, warum er sofort zurücktreten muss." Der Oppositionspolitiker bekräftige zudem erneut, dass die Demonstrationen weitergehen würden, auch wenn die Anstrengungen der vergangenen Tage auch an ihm nicht spurlos vorüber gegangen seien. "Ich habe schon als junger Sportler gelernt, mit meinen Kräften gut zu haushalten. Aber das, was wir Demonstranten gerade gemeinsam am Maidan für die Freiheit der Ukraine durchmachen, ist noch viel mehr als ein Boxkampf und bringt auch mich langsam an den Rand meiner Kräfte. Es ist jetzt schon der 21. Tag der Proteste angebrochen, die Eiseskälte wird immer unerträglicher. Dennoch haben wir die von den Sicherheitskräften zerstörten Barrikaden wieder aufgebaut und sind uns alle einig: Wir werden niemals aufgeben, bis unser Ziel erreicht ist", so Klitschko.

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