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Kramer will Arbeitgeberpräsident bleiben

Der Präsident der Bundesvereinigung der deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), Ingo Kramer, ist Gerüchten entgegengetreten, er sei amtsmüde und werde sich beim Arbeitgebertag im November aus der Spitzenposition zurückziehen. Im Gegenteil werde er erneut für zwei Jahre kandidieren, sagte Kramer der "Süddeutschen Zeitung" (Samstagsausgabe). Nach den Gepflogenheiten des Verbandes ist ein Gegenkandidat unwahrscheinlich und seine Wiederwahl damit so gut wie sicher. Kramer verwies auf die politisch unsichere Lage. Vielfach werden ein Auseinanderbrechen der großen Koalition vor Weihnachten und Neuwahlen im Frühjahr erwartet. "Ich kann beitragen, die Verhältnisse in Berlin stabil zu halten", sagte Kramer der SZ. "Polarisierer gibt es genug, ich kann vermitteln." Das FDP-Mitglied ist laut SZ-Bericht erklärter Merkel-Fan. Er hält ihr zugute, dass sie mit ihrer lavierenden Art das Land auf Kurs halte. Vor allem ihre Flüchtlingspolitik imponiert Kramer. Mit Merkels "Wir schaffen das" hatte er kein Problem - ganz im Gegensatz zu vielen politisch Gleichgesinnten und Unternehmern. Auch mit anderen Reizfiguren des Wirtschaftslagers pflegt ausgerechnet der wichtigste Repräsentant der Wirtschaft engen Austausch. Auf Bundesarbeitsminister Hubert Heil lässt Kramer persönlich nichts kommen, fast noch mehr mochte er Heils Vorgängerin Andrea Nahles. Neuwahlen, die den Grünen Robert Habeck ins Kanzleramt spülen könnten, fürchtet Kramer kein bisschen, selbst mit den Linken geht er konstruktiv um. Und seinem hauptamtlichen Gegenspieler, dem Vorsitzenden des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Reiner Hoffmann, vertraut er hundertprozentig. "Meine Leute träumen von einem CDU-Kanzler Friedrich Merz", sagte Kramer, er aber gibt der CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer weiter eine Chance. Die habe Regierungserfahrung und die Fähigkeit, auszugleichen. Wie er selbst: "Ich will ja was erreichen. Dazu muss ich mit allen Verantwortlichen gesprächsfähig bleiben." Foto: Schreibtisch, über dts Nachrichtenagentur  

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