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Krisenkabinett dringt auf schärfere Auflagen für Luftverkehr

Das Krisenkabinett der Bundesregierung dringt laut eines Zeitungsberichts auf schärfere Auflagen für den Luftverkehr. Passagiere aus Drittstatten außerhalb der EU, die an den internationalen Flughäfen München, Frankfurt am Main, Düsseldorf, Hamburg und Berlin ankommen, sollten nach den Vorstellungen des Bundes umgehend in eine 14-tägige Quarantäne gehen, um das Corona-Ansteckungsrisiko zu reduzieren, berichten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstagausgaben) unter Berufung auf eigene Informationen. Eine Entscheidung werde für diesen Donnerstag erwartet.

Bisher müssen Ankommende aus Krisenstaaten – Ägypten, Südkorea, Iran, Italien, Frankreich, Spanien, zuletzt auch die USA – nur so genannte „Aussteigerkarten“ ausfüllen. China gehört seit gestern nicht mehr dazu. Inzwischen hat die Bundesregierung erkannt, dass die Differenzierung allerdings keinen Sinn macht, weil das Coronavirus sich weltweit ausbreitet. Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) habe bereits am Dienstag die Ministerien für Innen und Gesundheit mit einer „einheitlichen Regelungen“ innerhalb der nächsten 48 Stunden beauftragt, berichten die Zeitungen weiter. Die Verhängung von Quarantäne liegt allein in der Zuständigkeit der Länder, letztlich der Gesundheitsämter vor Ort. Das Bundesgesundheitsministerium soll mit den Ländern bundesweit einheitliche Quarantäne-Auflagen erzielen. Die Bundespolizei habe dem Vernehmen nach ihre Amtshilfe angeboten. Falls die Gesundheitsämter für die Reisenden Quarantäne verfügen, würden Beamte der Bundespolizei die „Aussteigerkarten“ einsammeln und die Passagiere darüber informieren, dass sie in die (häusliche) Quarantäne gehen müssen, berichten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Unklar sei noch, wie die Bundesregierung mit den Menschen verfahren will, die mit dem Zug oder dem Schiff einreisen.

Foto: Kontrolle am Flughafen, über dts Nachrichtenagentur

 

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