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Lambsdorff empört über Äußerungen von Irans Außenminister

Der FDP-Außenexperte Alexander Graf Lambsdorff hat die Äußerungen von Irans Außenminister Mohammed Dschawad Sarif zu Hinrichtungen Homosexueller kritisiert. "Irans Außenminister versteckt sich hinter einer mittelalterlichen Moral, um die barbarischen Hinrichtungen von Homosexuellen zu rechtfertigen. Das ist nicht moralisch, das ist menschenverachtend. Es wäre gut gewesen, wenn Heiko Maas in der Pressekonferenz in Teheran zu diesem Thema genau so klar Stellung bezogen hätte wie er es zu Israel auch getan hat", sagte Lambsdorff der "Bild-Zeitung" (Mittwochsausgabe). Sarif hatte bei einer Pressekonferenz mit Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) am Sonntag in Teheran auf die Frage, warum Homosexuelle im Iran hingerichtet würden, gesagt: "Unsere Gesellschaft hat moralische Prinzipien und gemäß dieser Prinzipien leben wir. Das sind moralische Prinzipien in Bezug auf das Verhalten von Leuten im Allgemeinen." Dies bestehe darin, "dass das Recht eingehalten wird und dass man sich an Gesetze hält", so Irans Außenminister weiter. "LGBTI-Rechte sind Menschenrechte. Und zwar immer. Und überall. Keine religiöse, kulturelle oder ethnische Tradition rechtfertigt die staatliche Verfolgung, gar Hinrichtung von Homosexuellen. In Iran und sieben weiteren Staaten weltweit droht Homosexuellen die Todesstrafe. Das ist unmenschlich und völlig inakzeptabel", sagte Michael Roth (SPD), Staatsminister im Auswärtigen Amt. Sarif mache klar, wofür der Iran stehe: "Verachtung der Menschenrechte von Homosexuellen, Frauen und religiösen Minderheiten", sagte der ehemalige Grünen-Bundestagsabgeordnete und LGBT-Aktivist Volker Beck. Das "Hängen von Homosexuellen und Steinigen von Frauen" gelte den "Islamisten in Teheran als moralisches Prinzip", so der Grünen-Politiker weiter. Foto: Alexander Graf Lambsdorff, über dts Nachrichtenagentur

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