Die Zahl der landwirtschaftlichen Beriebe in Deutschland nimmt kontinuierlich ab. Laut den aktuellsten Erhebungen des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft in den letzten Jahren auch ein Rückgang bei den ökologisch wirtschaftenden Höfen zu verzeichnen. Dies stellt einen bemerkenswerten Trend dar, da die Zahl der Biobetriebe zuvor über drei Jahrzehnte lang stetig gestiegen war.
Die rückläufige Entwicklung lässt sich auf verschiedene Faktoren zurückführen. Zum einen führt der zunehmende Strukturwandel in der Landwirtschaft dazu, dass immer mehr kleinere und mittlere Betriebe den wirtschaftlichen Herausforderungen nicht mehr standhalten können und aufgeben müssen. Viele Höfe werden mangels Nachfolge geschlossen oder in größere Einheiten integriert. Zum anderen scheinen einige Landwirte, die bislang auf ökologischen Landbau gesetzt haben, wieder zur konventionellen Bewirtschaftung zurückzukehren. Gründe hierfür könnten geringere Erträge oder sinkende Erzeugerpreise im Biobereich sein.
Die Tatsache, dass erstmals seit drei Jahrzehnten ein Rückgang der Biobetriebe zu verzeichnen, alarmiert Experten und Verbände der Ökolandwirtschaft. Sie befürchten, dass der Trend zu einer Stagnation oder sogar Umkehr des bisherigen Wachstums im ökologischen Landbau führen könnte. Um dem entgegenzuwirken, fordern sie gezielte Fördermaßnahmen und Anreize, die Landwirte dazu ermutigen, auf eine umweltfreundlichere Bewirtschaftungsweise umzustellen.
