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Laufende Verzinsung von Lebensversicherungen sinkt

Die laufende Verzinsung der Lebensversicherungen wird voraussichtlich erneut sinken. „Die Situation hat sich in den vergangenen Monaten zugespitzt“, sagte Lars Heermann von der Ratingagentur Assekurata der „Welt“ (Samstagausgabe). „Die Zinsen sind noch weiter gefallen und werden noch länger niedrig bleiben. Wir gehen daher für 2020 von fallenden Überschussbeteiligungen aus“, sagte Heermann.

Die laufende Verzinsung schrumpfte von durchschnittlich sieben auf 2,3 Prozent für 2018. Immerhin konnte sie dort für 2019 stabil gehalten werden. Auch der Garantiezins könnte noch stärker fallen. „Die Entscheidung über eine Neuberechnung des Höchstrechnungszinses liegt beim Bundesfinanzministerium. Wir erwarten aufgrund der Minuszinsen eine weitere Reduktion“, sagte Peter Schwark, Mitglied der Geschäftsführung des Gesamtverbands der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), der „Welt“. Wie stark diese ausfalle und wann sie komme, sei noch unklar. In der Branche geht man davon aus, dass der Garantiezins von aktuell 0,9 auf 0,5 Prozent gesenkt wird. Und selbst bei Policen mit einem bereits gelockerten Zinsversprechen, die mittlerweile mehr als die Hälfte des Neugeschäfts ausmachen, werden die Anbieter ihre Zusagen höchstwahrscheinlich kürzen. Eine sogenannte Bruttobeitragsgarantie, also die Sicherheit, alle eingezahlten Beiträge mit Beginn der Rentenphase zurück zu bekommen, könnte es dann bald nicht mehr geben. Schon jetzt haben einige Anbieter Produkte im Angebot, die nur eine Bruttobeitragsgarantie von 80 Prozent zum Ende der Laufzeit bieten. Der Trend zu Produkten mit modifizierten Garantien werde sich in den nächsten Jahren verstärken, sagte Schwark.

Foto: Euromünzen, über dts Nachrichtenagentur

 

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