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Leitungswasser: Ist es unbedenklich für die Gesundheit?

Im Grundwasser ist Nitrat enthalten, in den Wasserrohren Blei: Da stellt sich die Frage, ob es unbedenklich ist, das Wasser aus der Leitung zu trinken. Hier scheiden sich die Geister und selbst vom Umweltbundesamt wird vor dem Nitrat im Grundwasser gewarnt.

Vertrauen ins deutsche Trinkwasser ist groß

Trinkwasser ist unser Lebensmittel Nr. 1 und eben aus diesem Grund ist es wichtig, dass auf seine Transportwege sorgfältig Acht gegeben werden muss, sprich die Haus-Installation muss entsprechend ausgeführt werden. In Deutschland ist die Lage als sehr komfortable zu bezeichnen, denn die Verbraucher können sich darauf verlassen, dass von den Wasserwerken bis ins Haus einwandfreies Trinkwasser geliefert wird. Dementsprechend ist das Vertrauen in die deutsche Trinkwasserqualität eigentlich groß. Das ergab eine Studie „Qualität und Image von Trinkwasser in Deutschland“, die vom Verband kommunaler Unternehmen (VkU ) seit 2007 durchgeführt wurde. Dafür wurden monatlich Onlinebefragungen durchgeführt, um Daten zur Qualitätswahrnehmung und dem Nutzen von Trinkwasser zu sammeln. Das Ergebnis: Die Qualität des Leitungswassers wird von rund 83 % der Befragten als gut oder sehr gut beurteilt. 92 % der Befragten waren der Ansicht, dass das deutsche Leitungswasser bedenkenlos trinkbar ist. Das klingt toll, aber das bedeutet auch, dass jeder 12. Deutsche der Ansicht ist, dass das Leitungswasser nicht bedenkenlos getrunken werden kann. Dazu kommt, dass jeder 6. nicht so recht von der Qualität des Trinkwassers überzeugt ist.

Sauberes, weiches und frisches Trinkwasser der Leitung entnehmen

Innerhalb das Hauses hat das kühle Nass, dass aus der Zapfstelle kommt noch einen langen Weg in den Leitungen vor sich und eben dieser kann Risiken bergen. Aus diesem Grund sollte bei der Trinkwasser-Installation beim Hausbau keinerlei Kompromisse eingegangen werden. Ratsam ist es, ausschließlich Sanitärinstallationen zu verwenden, deren Werkstoffe gemäß den gültigen Vorschriften im Trinkwasserbereich zugelassen sind. Auch Dusch- und Badewasser zählen generell zum Trinkwasser. Dazu kommt, dass Wasser nicht gleich Wasser ist, denn Wasser gibt es in verschiedenen Härtegraden. Vor allem „hartes Wasser“ sollte niemand akzeptieren und ob man es hat oder nicht, das ist nicht abhängig vom Wasserwerk, sondern weitestgehend vom Boden, durch den es fließt. Das „harte Wasser“ stammt aus den Regionen, in denen Sand- und Kalkgesteine vorherrschen. Wasser ist umso härter, desto kalkhaltiger es ist. Von hartem Wasser sind in Deutschland rund 50 % betroffen. Auch wenn kalkhaltiges Wasser für den Menschen völlig unbedenklich ist, so kann es bei den Haushaltsgeräten beispielsweise zu Problemen führen.

Die Folgen von hartem Wasser

Für den Menschen bringt hartes bzw. kalkhaltiges Wasser keine Beeinträchtigung mit sich. Allerdings nehmen die zahlreichen Geräte im Haus durch die Kalkablagerungen Schaden. Davon sind vor allem Spül- und Waschmaschinen betroffen, aber auch Wasserkocher und Filtern sowie Wasserhähne und Leitungssysteme. Die Folgen sind neben einem erhöhten Energieverbrauch und eine geringe Lebensdauer. Dazu kommt, dass der Verbrauch von Spül- und Waschmitteln sich erhöht und auch der Geschmack von Speisen und Getränken beeinflusst wird. Des Weiteren kann es zu möglichen Hygieneproblemen kommen, da die Ablagerungen im Leitungssystem oder den Wasserspeicher einen hervorragenden Nährboden für Bakterien darstellen.

Was kann man gegen hartes Wasser tun?

Kalkhaltiges Wasser ist eine Laune der Natur, aber dieser ist der Mensch heute nicht mehr hilflos ausgeliefert. Hartes Wasser ist nichts anderes als Wasser, das viel Calcium und Magnesium enthält. Eben diese können dem Wasser mit einer Wasserenthärtungsanlage entzogen werden. Mittels eines Ionen-Austauschverfahrens wird dem Wasser der unerwünschte Anteil an Calcium und Magnesiumionen entzogen und durch Natriumionen ersetzt. Wie ist es um den Härtegrad des Wassers in Deutschland bestellt? Es ist aufgrund der unterschiedlichen Gegebenheiten der Regionen nicht generell zu sagen, wie es um den Härtegrad bestellt ist – sondern dieser schwankt. Wer sich informieren möchte, über den Härtegrad des Wassers in seiner Region, der kann beim örtlichen Wasserwerk Informationen einholen. Hartes Wasser ist generell in weiten Teilen von Bayern, Mecklenburg-Vorpommern, Baden-Württemberg und Brandenburg zu finden. Auch in Niedersachsen und Hessen ist es in einem gewissen Maß zu finden. Zudem weisen auch vereinzelte Gebiete, die über die gesamte Bundesrepublik verteilt sind, hartes Wasser auf. Gemessen und bezeichnet wird die Wasserhärte in Deutschland durch die Skalierung in Grad deutscher Härte (°dH), wobei die Werte in drei Gruppen unterteilt werden: Bis 8,4 °dH → weich Ab 8,4 bis 14 °dH → mittelweich Ab 14 °dH → hartes Wasser Jedoch ist es möglich, die größeren Städte Deutschlands in einer Tabelle darzustellen. Hier ist anzumerken, dass es sich um grobe Durchschnittswerte handelt: Berlin → 19,5 °dH Hamburg → 7 °dH München → 14,9 °dH Düsseldorf → 15,6 °dH Leipzig → 13,5 °dH Hannover → 11,8 °dH

Ist es möglich, den Grad der Wasserhärte zu messen?

Die Härte des Wassers wird durch die Bestimmung der Konzentration der Magnesium- und Calciumionen realisiert. Der Wasserversorger bestimmt die Wasserhärte und muss den Grad jährlich angeben. Zudem gibt es auch verschiedene Verfahren, die es ermöglichen, die Wasserhärte selbst zu bestimmen. Dabei handelt es sich bspw. um Teststreifen oder es kann der Mechanismus der Titration angewandt werden. Dafür wird eine bestimmte Lösung in das eigene Leitungswasser getropft bis das sich dessen Farbe ändert, mit der der Härtegrad des Wassers bestimmt werden kann.

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