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Luftfahrtexperte: Flugzeug-Abschuss im Iran unwahrscheinlich

Der Luftfahrtexperte Elmar Giemulla hat die Spekulationen um einen möglichen Abschuss der ukrainischen Passagiermaschine nahe Teheran durch eine Rakete als unwahrscheinlich bezeichnet. „Wenn ich aber nur mal den Ablauf des Absturzes sehe, dann kommt das für meine Begriffe überhaupt nicht in Frage“, sagte Giemulla am Freitag dem Deutschlandfunk. Ein Flugzeug explodiere beim Aufprall einer Rakete.

Ebenso bei der Explosion einer Rakete in der Nähe des Flugzeuges. Es würde durchlöchert und unmittelbar abstürzen, weil sich das Luftfahrzeug gar nicht mehr in der Luft halten könne, so der Luftfahrtexperte, der Angehörige bei Flugzeugabstürzen als Anwalt vertritt. „Dieses Luftfahrzeug ist ja noch eine Kurve geflogen, und das mit einem Flugzeug, was angeblich explodiert ist, halte ich auch für eine sehr unwahrscheinliche Variante in dem Fall.“ Teheran spiele im eigenen Interesse mit „sehr offenen Karten“ und die eingeladenen Untersuchungsbehörden seien sicherlich in der Lage, schon bald ein objektives Urteil abzugeben. „Da kann gar nichts verschleiert werden. Und diese Leute haben genug Kompetenz, Fachkompetenz und auch Erfahrung, um sehr schnell herauszufinden, ob es wirklich eine Rakete war, oder ob vielleicht das Triebwerk explodiert ist“, so Giemulla. Es sei wahrscheinlich eine Sache von wenigen Tagen, bis man mit einem eindeutigen Ergebnis rechnen könne. Diese Frage werde anhand der Einschlagslöcher geklärt werden. Auch den Sprachrekorder halte er für die Aufklärung für sehr wichtig. „Wir hören nur, dass die Blackboxes beschädigt sein sollen. Das ist ungünstig für die Iraner, für die Aufklärung. Wir hoffen, dass man noch die entsprechenden Informationen auslesen kann“, so der Luftfahrtexperte.

Foto: Start- und Landebahn an einem Flughafen, über dts Nachrichtenagentur

 

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