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Luisa Neubauer kritisiert Gesetz zum Kohleausstieg scharf

Klimaaktivistin Luisa Neubauer hat das Gesetz zum Kohleausstieg, das der Bundestag voraussichtlich an diesem Freitag beschließt, scharf kritisiert und als den „größten politischen Klimaskandal des Jahres“ bezeichnet. „Diese Kohlepolitik offenbart die Prioritäten der Regierung: Lieber Kohlekonzerne glücklich machen, als zukünftige Generationen schützen, die Klimakrise bewältigen, Vorreiter sein und Steuergelder verantwortungsvoll im Interesse des Wohls der Gesellschaft in eine gerechte Zukunft investieren“, sagte Neubauer dem Nachrichtenportal Watson. Die Regierung beschließe keinen Kohleausstieg, sondern eine Kohleverlängerung, wenn nicht sogar einen Kohleeinstieg.

„Das Dramatische ist, dass Länder wie England es zumindest in Teilen geschafft haben, rechtzeitig eine Energietransformation anzustoßen, weg von der Kohle. Dort ist man jetzt 100 Tage lang ganz ohne Kohlestrom ausgekommen“, sagte Neubauer. „In Deutschland hat man den Kohleausstieg dagegen immer vor sich hergeschoben und jetzt verlangsamt man ihn auch noch und bezahlt für den sehr langsamen und zu späten Ausstieg. Und verkauft dabei ganze Dörfer. Man muss sich vorstellen, dass in Deutschland nach wie vor Ortschaften abgebaggert werden, Menschen ihre Heimat verlieren. Skandale ohne Ende, eine gigantische Ungerechtigkeit.“ Zur Rolle der SPD, die gemeinsam mit der Union den Weg für den Kohleausstieg freigemacht hatte, sagte Neubauer: „Die SPD hätte die Chance gehabt, ökologische Integrität zu beweisen. Das hat sie verpasst, das kann man auch nicht schönreden. Sozial-ökologische Politik der Zukunft sieht anders aus.“

Foto: Luisa Neubauer, über dts Nachrichtenagentur

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