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Luxemburgs Außenminister fordert neue EU-Seerettungsmission

Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn hat alle EU-Länder aufgefordert, sich an der Rettung von aus Seenot geretteten Migranten zu beteiligen und zugleich eine neue EU-Seenotrettungsmission verlangt. "Auf die Dauer kann sich die Verteilung von in Seenot geretteten Migranten nicht auf fünf oder sechs EU-Länder beschränken. Wir brauchen mindestens zwölf Staaten, die ihrer Verantwortung nachkommen und gerettete Migranten aus dem zentralen Mittelmeer aufnehmen", sagte Asselborn der "Welt" (Montagsausgabe). Nach den Worten des Luxemburger Chefdiplomaten geht es aber nicht nur darum, endlich einen Verteilungsmechanismus für Migranten zu finden, die zuvor von Nichtregierungsorganisationen (NGO) im zentralen Mittelmeer gerettet wurden: "Die EU sollte vielmehr auch möglichst bald mit Schiffen der Mitgliedstaaten eine neue EU-Seerettungsmission auf den Weg bringen. Viele Menschen versuchen wegen der Kriegslage in Libyen über das Mittelmeer zu fliehen. Es ist ein Gebot der Humanität, dass sich die EU an ihrer Rettung beteiligt." Die Kritik an einem neuen Verteilungsmechanismus für gerettete Migranten wies Asselborn zurück: "Wenn einfach immer ein Pull-Effekt angenommen wird, dann wäre die Alternative von vorneherein, die Menschen ertrinken zu lassen." Es gebe aber eine "Logik der Humanität", der Europa folgen sollte. Foto: Bojen im Meer, über dts Nachrichtenagentur  

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