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Maas kritisiert Ausweisung des deutschen Botschafters aus Venezuela

Außenminister Heiko Maas (SPD) hat die Ausweisung des deutschen Botschafters aus Venezuela scharf kritisiert. "Wir haben die Entscheidung, Botschafter Kriener zur `persona non grata` zu erklären, zur Kenntnis genommen", sagte Maas am Mittwochabend. "Ich habe entschieden, unseren Botschafter zu Konsultationen zurück nach Hause zu rufen."

Das sei eine unverständliche Entscheidung, die die Lage verschärfe und nicht zur Entspannung beitrage, fügte der SPD-Politiker hinzu. "Unsere, die europäische Unterstützung für Juan Guaidó ist ungebrochen." Der deutsche Botschafter Daniel Kriener habe in Caracas, auch gerade in den letzten Tagen, "hervorragende Arbeit" geleistet, so Maas weiter. Auch der FDP-Außenpolitiker Alexander Graf Lambsdorff kritisierte die Entscheidung der Regierung in Caracas scharf. "Die Begründung ist an den Haaren herbeigezogen. Ich kenne Herrn Kriener als professionellen und erfahrenen Diplomaten. Ich kann mir nicht vorstellen, dass er Handlungen begangen hat, die mit seinem Status als Botschafter unvereinbar sind", sagte Lambsdorff dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Donnerstagsausgaben). Laut Lambsdorff ist das Vorgehen der venezolanischen Regierung unter Präsident Nicolás Maduro innenpolitisch motiviert. "In der Regierung Maduro greift die Furcht vor Kontrollverlust um sich, wenn sie zu derartig abwegigen Maßnahmen greift", sagte der FDP-Politiker dem RND. Lambsdorff äußerte die Befürchtung, die Regierung Maduro könne in den nächsten Stunden und Tagen weitere EU-Diplomaten zu unerwünschten Personen erklären.

Foto: Heiko Maas, über dts Nachrichtenagentur

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