In Marseille haben Umwelt- und Klimaschützer mehrere Kreuzfahrtschiffe daran gehindert, in den Hafen einzulaufen. Mit dieser Aktion wollen sie auf die erheblichen Umweltauswirkungen aufmerksam machen, die von den riesigen Schiffen ausgehen.
„Wenn die Schiffe im Hafen liegen, verbrauchen sie zwischen zwei und drei Tonnen fossiler Brennstoffe pro Stunde“, erklärt der Aktivist Guillaume Picard. „Das führt zu massiver Umweltverschmutzung, von der vor allem die Bewohner der nördlichen Stadtteile von Marseille betroffen sind.“
Die Kreuzfahrtindustrie steht zunehmend in der Kritik wegen ihrer hohen Emissionen an Treibhausgasen, Schadstoffen und Lärm. Viele Hafenstädte versuchen, strengere Auflagen für die Branche durchzusetzen, um die Belastung für die Anwohner zu reduzieren. In Marseille wollen die Aktivisten mit ihrer Protestaktion den öffentlichen Druck erhöhen und ein Umdenken in der Kreuzfahrtindustrie anstoßen.
Umweltverbände fordern, dass Kreuzfahrtschiffe im Hafen auf Landstrom umsteigen müssen, um die lokale Luftverschmutzung zu verringern. Außerdem sollten die Schiffe ihre Motoren auf umweltfreundlichere Antriebe wie Flüssigerdgas oder Batterien umrüsten. Nur so könne die Branche ihre ökologischen Auswirkungen deutlich reduzieren, argumentieren die Kritiker.
