Mazedonien: Designierter Premier gibt Gruevski Verantwortung für Gewalt

Der designierte mazedonische Premierminister Zoran Zaev erhebt nach den Übergriffen im Parlament schwere Vorwürfe gegen die Angreifer und den abgewählten langjährigen Regierungschef Nikola Gruevski. „Sie wollten uns töten, das war ihr einziges Ziel“, sagte Zaev der „Welt“ über die Gewalttäter. „Die direkte Verantwortung trägt der ehemalige Premierminister Nikola Gruevski, der diesen Angriff forciert hat“, sagte der Vorsitzende der Sozialdemokratischen Liga Mazedoniens (SDSM).

Es seien Gruevskis Anhänger gewesen, die Zaev und seine Parteifreunde angegriffen hätten. Die Polizei habe die Türen des Parlaments geöffnet und die teilweise maskierten Männer hereingelassen, sagte Zaev. Es seien auch Anhänger rechtsextremer terroristischer Gruppen unter den Angreifern gewesen, von denen er bereits seit Monaten Morddrohungen erhalte. Diese Männer habe er trotz Maskierung an ihren Tätowierungen erkannt. Gruevski und seine Partei VMRO seien nicht bereit, von der Macht zu lassen und den Ausgang der demokratischen Parlamentswahl zu akzeptieren. Demonstranten hatten am Donnerstagabend das Parlamentsgebäude in Skopje gestürmt. Örtlichen Medien zufolge soll es mehrere Verletzte gegeben haben.

Foto: Nikola Gruevski, über dts Nachrichtenagentur

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