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Meinl-Bank setzt Wachstumsstrategie fort

20 Euro Wien - Das Bilanzjahr 2013 stand für den Meinl Bank Konzern und die Meinl Bank unter dem Vorzeichen, der erfolgreichen Umsetzung der Wachstumsstrategie, der eigenständigen Bewältigung der Auswirkungen der internationalen Wirtschafts- und Finanzkrise, sowie dem konsequenten Abarbeiten eines unter dem Zeichen von Vorverurteilungen stehenden ergebnislosen siebenjährigen MEL - Verfahrens. Eigentümer, Management und Mitarbeiter lösten diese Herausforderungen mittels einer konzisen Strategie und ausgewogenen Maßnahmenbündels.

Klare Steuerungsmaßnahmen bei großen Herausforderungen

Die Meinl Bank konnte die Finanz und Wirtschaftskrise aus eigener Kraft überwinden. Auf das mittlerweile siebenjährige, ergebnislose MEL-Verfahren und einer damit zusammenhängenden Steuerdiskussion reagierte man mit transparenter Kommunikation und der Implementierung mehr als ausreichender Maßnahmen: Für so genannte Prozessrisiken im Zusammenhang mit MEL - Zivilverfahren sowie eine - aus Bank-Sicht -unverständliche und daher rechtlich bekämpfte Steuerdiskussion wurden insgesamt EUR 34 Mio an zusätzlichen Rückstellungen getätigt. Die gesamten Rückstellungen betragen zum 31.12.2013 rund EUR 53 Mio -davon EUR 27 Mio für Zivilverfahren und EUR 20 Mio für Steuerrisiken. Zugleich verfügt das Bankinstitut über Steuerguthaben von rund EUR 30 Mio auf dem Finanzamtkonto sowie eine Garantie des Eigentümers zur Übernahme von Steuerrisiken im Ausmaß von EUR 38 Mio. Darüber hinaus zeigte der Eigentümer sein Kommittent zum Unternehmen durch einen Kapitalzuschuss von EUR 9 Mio. Dies vor allem, um den Handlungsspielraum der Bank vor dem Hintergrund von - auch von Experten als überbordend bezeichneten -regulatorischen Anforderungen zu erhöhen. Die Wachstumsstrategie der Bank - die Stärkung des Hauptquartiers in Wien sowie der Ausbau der Geschäfte in CEE inklusive der Immobilienschiene in Prag - ist indessen gut auf Schiene.

Meinl Bank Konzern 2013 - deutlicher Neukundengewinn

Im Jahr 2013 ist es gelungen, die Bilanzsumme des Konzerns auf 576 Mio EUR zu steigern (2012: EUR 353 Mio), dies spiegelt einen deutlichen Neukundengewinn für das Bankinstitut wider. Infolge der massiven Dotierung von Rückstellungen betrug das operative Ergebnis (EGT) des Konzerns EUR -5,8 Mio (2012: EUR 3,4 Mio). Das Jahresergebnis betrug rund EUR -15 Mio (2012: EUR -19 Mio). Die Eigenmittel des Meinl Bank Konzerns belaufen sich nach dem Kapitalzuschuss, der im ersten Halbjahr 2014 geflossen ist, auf rund 44 EUR (2012: EUR 62 Mio). Damit verfügt die Meinl Bank über einen Überschuss an Eigenmitteln von rund EUR 9,7 Mio. Zum Jahresende 2013 hatte die Gruppe 72 Mitarbeiter (2012: 71).

Meinl Bank AG 2013

Die Bilanzsumme der Bank konnte 2013 auf EUR 581 Mio. erhöht werden (2012: EUR 359 Mio.). Das operative Ergebnis (EGT) der Meinl Bank betrug EUR -5,6 Mio (2012: 0,2 Mio). Das Jahresergebnis belief sich auf EUR -15 Mio (2012: EUR -22 Mio). Die Eigenmittel der Bank betragen nach dem Kapitalzuschuss rund 42 EUR (2012: EUR 57,8, Mio.). Mit 31.12.2013 beschäftigte die Meinl Bank 62 Mitarbeiter (31.12.2012: 70).

Ausblick 2014 - Fortsetzung des eigenständigen Wachstumskurses

Meinl Bank Vorstand Peter Weinzierl: "Unser Institut ist eines der wenigen, die die Wirtschafts- und Finanzkrise und die damit einhergehenden Belastungen aus eigener Kraft meistern konnten. Diesen eigenständigen Kurs werden wir fortsetzen. Und uns auf den Ausbau unsere Geschäftstätigkeiten in den Kernmärkten konzentrieren." Weinzierl weiter: "Im Gegensatz zu anderen Instituten, wo der staatliche Eigentümer kein Kommittent zeigt und Gläubiger um hunderte Mio. Euro schädigt, beweist am Beispiel der Meinl Bank ein privater Eigentümer was verantwortungsvolles Wirtschaften bedeutet und unterstützt das Institut mit entsprechendem Kapital." Und auf die aktuelle Debatte rund um ein Verfahren zur Dividende für 2008 verweisend erklärte Peter Weinzierl: " Vor diesem Hintergrund ist es umso grotesker, dass man dafür in Österreich noch von Behörden verfolgt wird."

Im Jahr 2013 konnte die Bank ihre Wachstumsstrategie in einem weiterhin herausfordernden Umfeld fortsetzen. Das Wiener Hauptquartier wurde gestärkt - der Ausbau der Bereiche Corporate und Investment Banking, sowie Asset Management und Private Banking verlief erfolgreich. Auch in Zentral- und Osteuropa konnte das Institut seine Position ausbauen. Laut Peter Weinzierl sei die Strategie, neue Kunden mit den Angeboten im Bereich Private Banking und Corporate Finance Advisory sowie den Immobilienprodukten von Prague Prime Homes zu gewinnen, gut aufgegangen.

Chancen bei Immobilien in Prag

Die zu Beginn des Jahres 2013 eröffnete Immobilien-Verwaltungsgesellschaft "Prague Prime Homes" entwickelte sich gut, so befinden sich derzeit Projekte mit einem gesamten Investitionsvolumen von EUR 30 Mio in Abwicklung weitere Projekte sind in der Evaluierungsphase. Damit setzte die Bank ihre Strategie, den Schwerpunkt auf die individuelle Betreuung und Konzeption maßgeschneiderter Produkte zu setzen, konsequent fort. Prague Prime Homes generiert attraktive Immobilienprodukte, die die Meinl Bank ihren Kunden als Immobilienbeteiligung in Form eines Eigentümer-Gemeinschaftsmodells anbietet. Peter Weinzierl: "Wir sind mit der Entwicklung von Prague Prime Homes sehr zufrieden. Damit können wir unsere Expertise im Immobilienbereich im Sinne unserer Kunden sehr gut unter Beweis stellen. Prager Immobilien sind im Vergleich zu Berlin oder Wien noch günstig, die Wachstumsprognosen für die Tschechische Republik sind positiv. In dieser Hinsicht haben wir - das zeigt auch die wachsende Zahl der Projekte, die Prague Prime Homes generieren konnte- die richtige Strategie für Immobilieninvestments eingeschlagen."

Soziale Lösungen für MEL - Kleinanleger

Die Meinl Bank ist das einzige österreichische Bank - Institut, das konkrete Schritte zur Abmilderung von Härtefällen bei unerfahrenen Kleinanlegern, die durch Kursverluste infolge der Wirtschaftskrise entstanden sind, unternimmt. Das Institut hat bisher mit rund 6214 MEL - Kleinanlegern soziale Lösungen realisiert und dafür rund EUR 32,4 Mio aufgewendet. Von Seiten der Bank wurden mit EUR 27 Mio (2012: EUR 18 Mio) ausreichend und entsprechend der gesetzlichen Bestimmungen Rückstellungen zur Abdeckung der Klagsrisiken gebildet.

Die Anzahl der MEL Zivilverfahren hat sich seit Beginn des so genannten MEL Diskurses deutlich verringert, waren es mit Jahresende 2010 rund 2.700 Verfahren, belief sich die Zahl mit Jahresende 2011 auf 1.800, mit Jahresende 2012 auf 1.464 und mit Jahresende 2013 waren es 1.252 offene Zivilverfahren.

Meinl Bank AG

Die Meinl Bank bietet als Privatbank Leistungen im Bereich Corporate Finance, Fondsmanagement sowie privater und institutioneller Vermögensverwaltung an. Mit der Julius Meinl Investment GmbH verfügt die Meinl Bank über eine eigene Investmentfondsgesellschaft. Die Meinl Bank steht eigenständig auf einem starken ökonomischen Fundament und ist mit einer ausgewogenen Wachstumsstrategie gut für die Zukunft positioniert.

Quelle: ots
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