Premierministerin Giorgia Meloni ergriff im Senat das Wort, um die Position der italienischen Regierung vor dem Europäischen Rat darzulegen. Die Ministerpräsidentin betonte, dass die Stärkung der europäischen Verteidigung nicht auf den einfachen Kauf von Waffen reduziert werden kann, sondern eine umfassendere Sicherheits- und Investitionsstrategie beinhalten muss. Mitte-Rechts einigte sich auf einen Text, in dem die Unterstützung für Kiew „so lange wie nötig“ und die Notwendigkeit einer Stärkung der europäischen Verteidigung im Rahmen der NATO bekräftigt wird. Meloni verteidigte den Kurs der Regierung trotz der Kritik der Opposition mit Nachdruck. Mario Monti äußerte sich besorgt über den Wandel in der US-Außenpolitik unter der Trump-Präsidentschaft, doch Meloni vermied es, eine klare Position zu diesem Thema zu beziehen und konzentrierte sich stattdessen auf die Rolle Europas. Matteo Renzi kündigte einen offenen Frontalangriff auf die Premierministerin an, nannte ihre Rede „peinlich“ und bereitete fünf Fragen vor, um sie in die Mangel zu nehmen. Die Debatte im Senat verdeutlichte Melonis zentrale Rolle in Italiens Verteidigungs- und Ukraine-Strategie zwischen Unterstützung der NATO und innenpolitischen Spannungen.
