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Mit Stahlschutzplatten für mehr Sicherheit auf den Straßen

JG 28. wirtschaft.com Stahlschutzplanken - Mit Stahlschutzplatten für mehr Sicherheit auf den Straßen Frankfurt – Auf deutschen Straßen kommt es mehr als vier Mal pro Minute zu einem Verkehrsunfall. So krachte es nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2012 exakt 2.386.892 Mal und damit circa 25.000 Mal häufiger als noch im Vorjahr. Etwa 300.000 Zusammenstöße sind dabei mit Schäden an Personen verbunden, wobei eine Vielzahl der Betroffenen oftmals Glück im Unglück hat, da Airbags und Leitplanken Schlimmeres vermeiden. Gerade Leit- und Stahlschutzplanken am Straßenrand verhindern häufig schwere Verletzungen und können Leben retten. Leider sind die Schutzengel aus Stahl in letzter Zeit verstärkt selbst in Gefahr, weshalb sich ein Bündnis nun für die Bewahrung der Stahlschutzplanken einsetzt.

Stahlschutzplanken für einen verminderten Aufprall

Die bewährten Stahlschutzplanken haben einen entscheidenden Vorteil: Im Falle eines Unfalles mindern die Heftigkeit des Aufpralls. Statt unnachgiebig und hart zu sein, geben sie nach, nehmen Energie auf und wirken so wie ein Kissen, das Leben rettet. Dieser Unterschied kann für Pkw-Fahrer überlebenswichtig sein. Gleichzeitig erhöhen Leitplanken auch die Durchbruchsicherheit für Lastkraftwagen. Bei dem nachgiebigen Stahlschutzsystem Superrail beispielsweise ist ein Überwinden und Auffahren durch die Leitplanken nahezu ausgeschlossen.

Bündnis für gesteigerte Sicherheit im Straßenverkehr

Allerdings ist der erhöhte Schutz durch Stahlschutz- oder Leitplanken längst nicht mehr allerorts sichergestellt. Verstärkt werden nämlich aktuell Leitplanken abgebaut und durch starre Betonwände ersetzt – ein Prozess, der aufhorchen lässt. Volker Goergen, Diplom-Ingenieur und Geschäftsführer der Gütegemeinschaft Stahlschutzplanken e.V. schildert die Situation rund um Betonwände wie folgt: „Diese fangen die Wucht des Aufschlags nicht auf und bergen die Gefahr, dass Fahrzeuge systembedingt aufsteigen und im schlimmsten Fall den Fahrbahnschutz überrollen.“ Daher wollen viele Menschen die zunehmende Verdrängung der Stahlschutzplanken nicht länger akzeptieren und haben sich daher zu dem bundesweiten Bündnis „Die Sicherheit an deiner Seite“ zusammengeschlossen.

Stahlschutzplanken für ein gutes Gefühl

Den Beweggrund für das Engagement erläutert Volker Goergen: „Wir wollen darüber aufklären, warum Stahlschutzplanken mit RAL-Gütezeichen so überlebenswichtig für die Sicherheit sind.“ Fachleute sind im Übrigen der Ansicht, dass beim Verbauen von Beton auch Steuergelder verschwendet werden. „Die derzeit verbauten 6.000 Kilometer Betonwände haben den Steuerzahler mindestens 300 Millionen Euro mehr gekostet, als hochwertige Stahlsysteme, da bei Betonwänden zusätzliche Kosten für Gründung und Fundament hinzukommen“, so Goergen.

Aktion für die Leitplanke

Viele Speditionsunternehmen befürworten das Bündnis für Leitplanken und verdeutlichen dies auch auf ihren Ladeplanen. So ist auf vielen Lkws der Leitsatz“ Leitplanke oder Beton“ zu lesen. Damit sollen andere Verkehrsteilnehmer dazu aufgefordert werden, sich auf der Webseite der Initiative zur Förderung der Stahlschutzplanken aktiv für den Einsatz von Leitplanken auszusprechen. Mit einem klaren Bekenntnis für die Stahlschutzplanken hofft das Bündnis, auch Entscheider zum Nachdenken anzuregen.

Foto: djd/Gütegemeinschaft Stahlschutzplanken e.V.

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