Mit Virtual Reality im Kreissaal? Praxis-Training für zukünftige Hebammen

Mit Virtual Reality im Kreissaal? Praxis-Training für zukünftige Hebammen


Die Technische Hochschule Aschaffenburg bietet ihren Studierenden der Hebammenausbildung eine einzigartige Möglichkeit, sich schon während des Studiums auf die Realität des Kreissaals vorzubereiten. Anstatt erst während ihrer praktischen Ausbildung erstmals mit Geburten konfrontiert zu werden, können die angehenden Hebammen hier bereits wertvolle Erfahrungen sammeln.

Virtuelle Realität im Kreissaal

Eine der Innovationen, die den Studierenden zur Verfügung stehen, ist der Einsatz von Virtual Reality-Technologie. Mit Hilfe einer VR-Brille können die angehenden Hebammen in eine realitätsnahe Simulation einer Geburt eintauchen. Sie erleben alle Schritte von der Eröffnungsphase bis hin zur Austreibung des Kindes hautnah mit und müssen in Echtzeit auf die Situation reagieren.

„Die VR-Simulation bietet uns die Möglichkeit, Entscheidungen zu treffen und Handgriffe auszuprobieren, ohne dass tatsächlich eine Patientin betroffen ist“, erklärt eine Studentin. „So können wir Routine und Sicherheit gewinnen, bevor wir später im echten Kreissaal arbeiten.“

Realistische Übungsszenarios

Neben der virtuellen Realität stehen den angehenden Hebammen auch realistische Übungspuppen zur Verfügung. An diesen können sie beispielsweise den Ablauf einer Geburt mit Wehen, Presswehen und Austreibung üben. Auch Komplikationen wie Nabelschnurvorfall oder Schulterdystokie lassen sich an den Modellen nachstellen.

„Die Puppen sind extrem realistisch und reagieren ähnlich wie echte Schwangere“, berichtet eine Dozentin. „Die Studierenden können so Schritt für Schritt alle Handgriffe erlernen, die später im Kreissaal gefordert sind.“

Interdisziplinäre Zusammenarbeit

Neben den praktischen Übungen legen die Dozenten auch großen Wert auf die Vermittlung von Teamfähigkeit und interdisziplinärer Zusammenarbeit. In Rollenspielen üben die Studierenden nicht nur die Betreuung der Gebärenden, sondern auch die Kommunikation mit Ärzten, Anästhesisten und Kinderkrankenschwestern.

„Eine Geburt ist immer ein komplexes Zusammenspiel verschiedener Berufsgruppen“, betont die Studiengangsleiterin. „Unsere Studentinnen müssen lernen, wie sie ihre Expertise einbringen und gleichzeitig auch auf andere Perspektiven achten können.“

Praxisnähe und Sicherheit

Durch die Kombination aus Virtual Reality, Übungspuppen und interdisziplinären Rollenspielen erhalten die angehenden Hebammen an der Technischen Hochschule Aschaffenburg eine Ausbildung, die äußerst praxisnah und sicher ist.

„Unsere Studentinnen können hier Fehler machen, ohne dass Patientinnen oder Babys gefährdet sind“, erklärt eine Dozentin. „Gleichzeitig lernen sie aber genau das Richtige, um später im Kreissaal souverän und selbstbewusst auftreten zu können.“

Positive Rückmeldungen der Studierenden

Die Studierenden selbst zeigen sich begeistert von den innovativen Lehrmethoden. Sie schätzen vor allem die Möglichkeit, Gelerntes unmittelbar ausprobieren und vertiefen zu können.

„Die Praxissimulationen sind wirklich hilfreich“, bestätigt eine angehende Hebamme. „Ich fühle mich schon jetzt viel sicherer und weiß genau, was mich im Kreissaal erwartet.“

Auch die hohe Realitätsnähe der Übungen wird von den Studierenden gelobt. „Die VR-Brille und die Puppen sind so realistisch, dass ich manchmal ganz vergesse, dass es sich um eine Simulation handelt“, erzählt eine andere Studentin.

Zukunftsweisende Hebammenausbildung

Mit diesem innovativen Ausbildungskonzept setzt die Technische Hochschule Aschaffenburg neue Maßstäbe in der Hebammenausbildung. Die Studierenden profitieren nicht nur von praxisnahen Lerninhalten, sondern erwerben auch wichtige Schlüsselqualifikationen wie Teamfähigkeit und Entscheidungskompetenz.

„Wir wollen unsere Studentinnen bestmöglich auf die Herausforderungen im Kreissaal vorbereiten“, betont die Studiengangsleiterin. „Mit diesem einzigartigen Angebot an Simulationen und interdisziplinärer Zusammenarbeit sind wir sicher, dass unsere Absolventinnen hervorragend für ihren Beruf gewappnet sind.“

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