Nach Asyl-Beben: So schneidet Merz in Umfragen ab

Nach Asyl-Beben: So schneidet Merz in Umfragen ab


Eine aktuelle Forsa-Umfrage für den Stern und die Sender RTL und ntv zeigt, wie sich das Eigenschaftsprofil von Friedrich Merz nach der historischen Woche im Bundestag verändert hat. Dabei wurde deutlich, dass die Abstimmung über den Antrag der CDU-/CSU-Fraktion zur Verschärfung der Migrationspolitik, der mit Unterstützung der AfD eine Mehrheit fand, tiefe Gräben zwischen den politischen Lagern aufgerissen hat.

Vertrauensverlust bei SPD- und Grünen-Anhängern

Das Vertrauen in Merz ist vor allem bei Anhängern von SPD und Grünen auf einem Tiefpunkt. Diese sehen seine Führungsqualitäten und Glaubwürdigkeit kritischer als zuvor. Offenbar haben sie den Schulterschluss mit der AfD als Vertrauensbruch empfunden.

Rückhalt in den eigenen Reihen

Innerhalb der Unionsanhängerschaft konnte Merz dagegen seinen Rückhalt stärken. In fünf von sechs abgefragten Eigenschaften, wie beispielsweise Kompetenz und Durchsetzungsfähigkeit, bewerteten ihn CDU/CSU-Wähler deutlich positiver als noch im Sommer 2024.

Leichter Rückgang der Sympathiewerte

Lediglich an persönlicher Zuneigung hat Merz etwas eingebüßt. Noch 32 Prozent der Unionswähler finden ihn sympathisch, das sind zwei Prozent weniger als vor einem halben Jahr.

Ausblick auf die weitere Entwicklung

Es bleibt abzuwarten, wie sich die Positionierung in der Asyl-Debatte langfristig auf Merz‘ Reputation und Wahlergebnisse auswirken wird. Die nächsten Monate werden zeigen, ob er den Spagat zwischen Kompromissbereitschaft und Profilschärfung meistern kann, um seine Anhängerschaft zu festigen und neue Wähler zu gewinnen.

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