Start > Handel – aktuelle Nachrichten zu Export, Import und Logistik > Nachhaltiger Handel – der Trend Re-Commerce
antiquarische Bücher

Nachhaltiger Handel – der Trend Re-Commerce

antiquarische BücherBerlin - Egal ob auf dem Flohmarkt, im Second Hand Laden um die Ecke oder online: Gebraucht statt neu zu kaufen ist derzeit so angesagt wie nie zuvor. Im Internet hat dieser anhaltende Trend sogar einer komplett neuen Branche aus den Kinderschuhen geholfen. Re-Commerce wird von vielen Deutschen inzwischen als bequeme Alternative zum herkömmlichen Einkauf genutzt.

Re-Commerce: Gebrauchtwarenhandel geht online

Das grundlegende Konzept, auf dem die Re-Commerce Branche beruht, dürfte vielen ausreichend bekannt vorkommen. Im Prinzip dreht sich alles um den Handel mit Gebrauchtwaren, also  den An- und Verkauf von allerlei Artikeln aus zweiter Hand. Das klingt erst einmal nicht recht viel anders, als man es schon vom Gebrauchtwarenhändler auf dem Trödelmarkt oder im Antiquitätengeschäft kennt. Der große Unterschied, der die Re-Commerce Anbieter im Internet so von der Masse absetzt, ist die Art und Weise des Ankaufs: Der Händler kümmert sich nicht mehr aktiv um jeden einzelnen Kunden, sondern wickelt den Vorgang automatisch über seine Plattform im Internet ab. Dazu wird eine Datenbank mit Ankaufspreisen für jeden einzelnen Artikel, an dem der Händler gerade Interesse hat, gepflegt, aus der dem Kunden dann mittels Suchfunktion vollautomatisch der passende Festpreis ermittelt wird. Die Preisverhandlung und der persönliche Kontakt fallen bei diesen Anbietern weg und der Kunde kann dadurch bei Bedarf auch sonntags um drei Uhr morgens mit ein paar Klicks seine alte Spielesammlung verkaufen. Diese Entwicklung empfinden viele Menschen als praktisch, da der Verkauf jederzeit von zu Hause aus stattfinden kann. Als kleinen Bonus nehmen einige Anbieter sogar defekte und unbrauchbar gewordene Produkte gemeinsam mit der Warenlieferung an, um diese dann umweltgerecht zu recyceln. Die angekauften Gebrauchtwaren werden anschließend genau unter die Lupe genommen und gegebenenfalls wieder aufbereitet — oder ebenfalls recycelt, falls sie bis zur Unbrauchbarkeit hin beschädigt oder abgenutzt sein sollten. Anschließend verkaufen die Re-Commerce Händler die Stücke dann günstig aber gewinnbringend über ihre eigenen Online-Shops und andere Verkaufskanäle weiter. Begründet wurde dieser Trend in Deutschland 2006 von einem Berliner mit Vision: Christian Wegner, der Gründer des Ankaufsportals momox.de, betrieb seit einiger Zeit einen erfolgreich laufenden An- und Verkaufsservice für gebrauchte Bücher und entschied sich, die Geschäftsidee in ein Start-up Unternehmen zu verwandeln. Heute ist das 750 Mitarbeiter starke Unternehmen Marktführer für gebrauchte Medien  und betreibt Europas größten Online-Shop für gebrauchte Bücher. Die Konkurrenz ist indes nicht untätig und so entstehen laufend neue An- und Verkaufsservices für die unterschiedlichsten Zielgruppen — ein gutes Zeichen dafür, dass die Gesellschaft die Angebote zum Kauf und Verkauf von Gebrauchtwaren gerne und aktiv wahrnimmt. Neben den reinen Re-Commerce Anbietern bieten zudem bereits einige namhafte Unternehmen aus dem Online-Handel vergleichbare Dienste an, und sogar so mancher Netzbetreiber kauft seinen Kunden inzwischen gebrauchte Handys ab.

Re-Commerce privat: Tauschbörsen im Internet florieren

Auch der nichtkommerzielle Re-Commerce boomt derzeit unheimlich. Was früher höchstens im engeren Freundeskreis salonfähig war, ist heute online gang und gäbe. Begeistert werden im Internet gebrauchte Kleider, Schuhe und Accessoires von Privat zu Privat miteinander getauscht oder gegen einen kleinen Betrag verkauft. Besonders bei Frauen ist dieser Trend beliebt, und so verwundert es kaum, dass sich viele der Portale speziell an ein weibliches Publikum richten. Umso beliebter sind diese Tauschbörsen dadurch, dass sie den Nutzern zumeist vollkommen kostenfrei zur Verfügung stehen. So bekommen die Teile, die normalerweise ungetragen und so gut wie neu ihr einsames Dasein in der hintersten Ecke des Kleiderschrankes fristen, eine frische Chance, statt irgendwann sinnlos auf dem Müll zu landen. Genauso angesagt sind derzeit Tauschbörsen speziell für Kinderartikel, auf denen Eltern gut erhaltene Kinderwägen, Spielwaren oder Kinderkleidung untereinander tauschen. Gerade bei jüngeren Familien mit knappem Budget ist dies eine willkommene Alternative zu kostspieliger Neuware. Und auch für viele weitere Artikel existieren inzwischen einige solcher Marktplätze im Internet, auf denen zum Beispiel durchgespielte Videospiele oder ausgelesene Bücher untereinander getauscht werden können. Selbst für Waren, die man vielleicht nicht auf Anhieb mit einer Tauschbörse im Internet in Verbindung bringen würde, existieren Plattformen: Von Angeboten für Bastelzubehör über diverses Saatgut bis hin zu Gartenzwergen und Glühbirnen findet sich dort ein Warenangebot, das so bunt und vielfältig wie die Nutzergemeinschaft selbst ist.

Hier nachlesen ...

Scholz verschiebt Einfuehrung manipulationssicherer Kassen 310x165 - Scholz verschiebt Einführung manipulationssicherer Kassen

Scholz verschiebt Einführung manipulationssicherer Kassen

Die Einführung manipulationssicherer Kassen in Gastronomie und Einzelhandel wird sich verschieben. Eigentlich sieht das bereits …

Ein Kommentar

  1. Ich habe gerade dieses Wochenende (zum ersten Mal) alte Bücher online verkauft. Habe auch an momox.de verkauft da sie mir den besten Preis für meine 35 Bücher geboten haben (hatte zuvor bei buecherverkaufen24.com einen Preisvergleich durchgeführt).

    Jetzt bin ich mal gespannt wie schnell das Geld ankommt – das Paket geht jedenfalls morgen raus.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.