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Nato-Chef drängt zur weiteren Beteiligung an US-Atombomben

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg drängt Deutschland und andere Nato-Länder, ihre Beteiligung an US-Atomwaffen in Europa nicht aufzugeben. „Diese nukleare Teilhabe ist wichtig für die Nato“, sagte Stoltenberg den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagsausgaben). Er dränge so viele Bündnispartner wie möglich, „Teil dieser nuklearen Teilhabe zu sein – das schließt Deutschland ein“.

Die Frage der US-Atomwaffen in Deutschland ist derzeit ein Thema für die Große Koalition, weil die Bundeswehr bald neue Flugzeuge bräuchte, die im Kriegsfall die US-Bomben transportieren und abwerfen würden. Obwohl offiziell nicht bestätigt, ist bekannt, dass im rheinland-pfälzischen Büchel etwa 20 US-Atombomben lagern, ebenso wie in den Niederlanden, Belgien, Italien und der Türkei. Sie gehören zur „nuklearen Teilhabe“, mit der Nicht-Atommächte in der Nato in die Einsatzplanung und den Einsatz dieser Waffen einbezogen werden. Die Kontrolle haben die US-Streitkräfte, die Bomben würden aber von deutschen Tornado-Jets abgeworfen. Weil die Tornados ab 2025 ausgemustert werden müssen, braucht die Bundeswehr ein neues Kampfflugzeug, das auch als Atombomber geeignet und von den USA entsprechend zertifiziert ist. Doch die SPD will die Entscheidung vor allem wegen der neuen Atomraketen-Krise vertagen. SPD-Politiker fordern seit Langem den Abzug der US-Atomwaffen. Stoltenberg, auf die bevorstehende Entscheidung in Deutschland angesprochen, mahnte: „Das Ziel der Nato ist eine Welt ohne nukleare Waffen. Aber die Welt wird nicht sicherer, wenn wir auf nukleare Waffen verzichten, während Russland, China und andere ihre Atomwaffenarsenale behalten oder sogar vergrößern.“

Foto: Jens Stoltenberg, über dts Nachrichtenagentur

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