Video: Neuer Job für Ricarda Lang

Video: Neuer Job für Ricarda Lang


Knapp drei Wochen, nachdem Ricarda Lang überraschend als Parteivorsitzende der Grünen zurückgetreten ist, meldet sie sich nun mit einer neuen Aufgabe zurück. Der Rücktritt kam für viele Beobachter unerwartet, da Lang als aufstrebende Politikerin galt und die Grünen in den letzten Jahren zu neuen Höhen geführt hatte. 

Trotz des plötzlichen Abgangs von der Parteispitze beteuerte Lang damals, dass es keine internen Querelen oder Differenzen gewesen seien, die zu ihrem Rücktritt geführt hätten. Stattdessen erklärte sie, dass sie sich neuen Herausforderungen widmen wolle und der Partei in einer anderen Funktion erhalten bleiben werde.

Neue Aufgabe bei renommierter Denkfabrik

Nun ist bekannt geworden, dass Ricarda Lang eine neue Aufgabe übernommen hat. Sie wird künftig als Senior Fellow bei der renommierten Denkfabrik „Progressives Zentrum“ tätig sein. In dieser Funktion wird sie sich mit Fragen der Zukunft des Sozialstaats, der ökologischen Transformation und der Stärkung der Demokratie auseinandersetzen.

Das „Progressive Zentrum“ gilt als einflussreicher Think-Tank, der wichtige Impulse für die politische Debatte in Deutschland liefert. Hier treffen sich Experten, Politiker und Wissenschaftler, um Strategien und Konzepte für eine progressive Gesellschaftspolitik zu entwickeln. Lang bringt in dieses Netzwerk ihre langjährige Erfahrung aus der Parteipolitik mit ein und soll neue Perspektiven einbringen.

Rückkehr in die Wissenschaft

Für Ricarda Lang ist die neue Aufgabe auch eine Rückkehr in die Welt der Wissenschaft und Forschung. Bevor sie in die Politik ging, hatte sie an der Universität Heidelberg promoviert und geforscht. Nun kann sie wieder an komplexen gesellschaftlichen Fragestellungen arbeiten und ihre Expertise in die Debatte einbringen.

„Das ‚Progressive Zentrum‘ ist ein wichtiger Ort, an dem Ideen für eine sozial-ökologische Transformation Deutschlands entwickelt werden“, sagt Lang. „Ich freue mich sehr darauf, mich hier einzubringen und gemeinsam mit anderen Expertinnen und Experten Konzepte für eine gerechtere und nachhaltigere Zukunft zu erarbeiten.“

Rückendeckung aus der Partei

Der Wechsel von Ricarda Lang in die Denkfabrik wird auch von ihrer ehemaligen Partei, den Grünen, begrüßt. Parteichefin Katharina Dröge betont, dass Lang weiterhin eine wichtige Rolle für die Grünen spielen werde: „Ricarda Lang ist eine der profiliertesten Köpfe unserer Partei. Ihre Expertise und ihr Engagement für eine progressive Politik werden uns auch in dieser neuen Funktion sehr wertvoll sein.“

Auch andere führende Grünen-Politiker äußern sich positiv über Langs Wechsel. Co-Fraktionschef Anton Hofreiter lobt ihre „Leidenschaft und Innovationskraft“ und zeigt sich überzeugt, dass sie im „Progressiven Zentrum“ wertvolle Impulse setzen wird.

Neue Herausforderungen und Gestaltungsmöglichkeiten

Für Ricarda Lang selbst bedeutet der Wechsel in die Denkfabrik eine neue Herausforderung. Statt des hektischen Parteitagsbetriebs und der ständigen medialen Präsenz erwartet sie nun eine etwas ruhigere, aber dafür umso intensivere Arbeitsumgebung. 

„Im Tagesgeschäft der Politik musst du manchmal schnell auf Ereignisse reagieren und hast weniger Raum für tiefgehende Analysen“, erklärt Lang. „Bei der Arbeit im ‚Progressiven Zentrum‘ können wir uns nun wirklich in die Tiefe gehend mit den drängenden Fragen unserer Zeit auseinandersetzen und langfristige Konzepte entwickeln.“

Sie freue sich darauf, wieder mehr Zeit für Recherche, Diskussion und Ideenfindung zu haben. Gleichzeitig sieht sie in der neuen Rolle auch die Chance, ihre Erkenntnisse und Vorschläge direkt in den politischen Diskurs einzubringen. „Als Denkfabrik können wir die Debatten maßgeblich mitgestalten und Impulse setzen, die dann hoffentlich auch in der praktischen Politik aufgegriffen werden.“

Wichtige Themen für die Zukunft

Zu den zentralen Themen, mit denen sich Lang und ihre Kolleginnen und Kollegen im „Progressiven Zentrum“ beschäftigen werden, gehören der Umbau des Sozialstaats, die Bewältigung des Klimawandels und die Stärkung der Demokratie.

„Wir stehen vor immensen Herausforderungen – vom demografischen Wandel über die ökologische Krise bis hin zu populistischen Tendenzen“, betont Lang. „Hier braucht es neue Ideen und Konzepte, um unsere Gesellschaft fit für die Zukunft zu machen.“

Dabei will sie auch ihre Erfahrungen aus der praktischen Politik einbringen. „Ich habe in den letzten Jahren gesehen, wo der Schuh drückt und wo es Handlungsbedarf gibt. Nun kann ich diese Erkenntnisse in die Arbeit der Denkfabrik einfließen lassen.“

Blick in die Zukunft

Ricarda Lang ist überzeugt, dass ihre neue Aufgabe beim „Progressiven Zentrum“ ihr die Möglichkeit eröffnet, langfristig wirksame Impulse für eine sozial-ökologische Transformation in Deutschland zu setzen. „Wir müssen jetzt die Weichen für die nächsten Jahrzehnte stellen. Das erfordert einen langen Atem und den Blick aufs Ganze“, sagt sie.

Ob und wann sie in Zukunft wieder in die aktive Politik zurückkehren wird, lässt Lang offen. Zunächst einmal will sie sich ganz auf ihre neue Aufgabe konzentrieren. „Jetzt geht es darum, gemeinsam mit anderen Expertinnen und Experten tragfähige Konzepte zu entwickeln. Das ist eine spannende Herausforderung, der ich mich mit voller Kraft widmen werde.“

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