Bei Minusgraden und eiskaltem Wasser geht Thomas Philipson raus auf den Nord-Ostsee-Kanal (Schleswig-Holstein). Der 33-Jährige ist der einzige Berufsfischer hier – und bringt auch bei Frost seine Stellnetze aus. Viel ist derzeit nicht drin, denn die Fische sind träge, die Netze oft leerer als sonst. Trotzdem gehen ihm nachts einige Flundern und Aale ins Netz. Seit acht Jahren führt Philipson den Betrieb seines Schwiegervaters weiter. Mit zwei Angestellten verarbeitet er den Fang selbst, vom Filet bis zum Räucherfisch. Hauptabnehmer sind Gastronom:innen und Großhändler:innen, doch auch der eigene Laden läuft gut. Am liebsten aber ist er draußen auf dem Wasser des NOK. Denn dort, sagt er, ist man noch richtig Fischer – egal bei welchem Wetter.
