Josefine Paul sitzt nervös am Tisch des Untersuchungsausschusses. Die Ex-Flüchtlingsministerin will endlich Klarheit schaffen, rund eineinhalb Jahre nach dem schrecklichen Terroranschlag in Solingen. Die Opposition kritisiert sie scharf. War sie nicht da, als es darauf ankam? Ende Januar zieht sie die Konsequenzen und tritt zurück. Heute ist der Moment gekommen, um sich zu erklären.
Paul hält an ihrer Version fest: Zu wenige Informationen hätten sie an einer schnelleren Rückkehr gehindert. Doch die Kommunikation zwischen den Ministerien war offenbar katastrophal. Ihr ehemaliger Staatssekretär bestätigt, dass sie bis zum Samstagabend nur über Medienberichte informiert waren. Der Untersuchungsausschuss will bis Ende des Jahres abschließen und erwartet auch Aussagen von Ministerpräsident Wüst und Innenminister Reul.
