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NGG verlangt 12 Euro Stundenlohn für Systemgastronomie-Branche

Bei den anstehenden Tarifverhandlungen zwischen der Gewerkschaft Nahrung -Genuss-Gaststätten (NGG) und dem Bundesverband Systemgastronomie in Berlin für die rund 120.000 Beschäftigten der Branche bahnt sich ein größerer Konflikt als in den Vorjahren an. Die Gewerkschaft werde einen Einstiegslohn von 12 Euro pro Stunde fordern, berichtet die "Welt" (Mittwochsausgabe). Gegenüber der jetzigen Bezahlung entspricht dies einer Lohnsteigerung um knapp 28 Prozent. Auf Monatsbasis wären es 439 Euro mehr Geld für jeden Beschäftigten der niedrigsten Gehaltsgruppe. Alle anderen Lohngruppen sollten nach den Vorstellungen der NGG in ähnlicher Höhe angehoben werden. "Wir wollen es dieses Mal wissen. Wir müssen im Billiglohn-Bereich etwas verändern und endlich armutsfeste Löhne erreichen", sagte Freddy Adjan, NGG-Vizechef und Verhandlungsführer, der Zeitung. Zur Systemgastronomie-Branche gehören unter anderem die Restaurant-Ketten McDonald`s, Burger King, Starbucks, Vapiano, Subway oder Nordsee. In den Verhandlungen will sich die Gewerkschaft direkt an die Mitarbeiter der Branche wenden. "Wir werden jede Filiale besuchen und mit den Leuten reden", so der NGG-Vizechef weiter. Die Öffentlichkeit solle in einer Kampagne über die Bezahlung und Arbeitsbedingungen in den Schnellrestaurants informiert werden. "Diese Unternehmen werden es nicht mögen, wenn sie derart in der Öffentlichkeit und in den Zeitungen stehen werden", sagte Adjan. Laut Gewerkschaft NGG könnten Beschäftigte, die seit 30 Jahren in der Systemgastronomie arbeiten, aktuell lediglich eine unter der Grundsicherung liegende Rente erwarten. Andrea Belegante, Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbandes Systemgastronomie, entgegnete: "Wir haben die Forderung der Gewerkschaft erhalten und zur Kenntnis genommen. Entscheidend sind aber natürlich die Verhandlungen, die nun beginnen", sagte Belegante der "Welt". Eine geringe Lohnerhöhung steht bereits vor Beginn fest. Der gültige Tariflohn in der Systemgastronomie rutscht zum Jahresanfang 2020 um zehn Cent unter den dann gesetzlich vorgeschriebenen Mindestlohn von 9 ,35 Euro. Foto: Burger, über dts Nachrichtenagentur  

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