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Niedrigzinsen: Deutsche setzten auf Tagesgeldkonten

Brexit? Trump? Italien ? Alles egal, die Welt schaut derzeit auf Mario Draghi, denn der EZB-Chef wird noch länger billiges Geld in die Märkte pumpen und die Nullzins-Politik weiter fortführen. Wie lange die Niedrigzinsphase noch anhalten wird, darüber können nur Vermutungen angestellt werden. Fakt ist, dass die bisherigen Anlageinstrumente nicht mehr funktionieren und somit ein drastisches Umdenken notwendig ist. Die klassischen Sparkonten und -bücher werfen kaum noch Zinsen ab, aber dennoch halten die Deutschen noch immer an diesen Relikten fest und horten fast 2000 Milliarden Euro auf diese Art und Weise. Allerdings ist Abwarten hier die denkbar schlechteste Strategie, denn zum einen ist ein Ende die Niedrigzinsphase nicht in Sicht und auf der anderen Seite sorgt die Inflation, so niedrig sie aktuell auch ausfällt, in Kombination mit den wieder aufkommenden Bankgebühren für einen effektiven Vermögensverlust. Somit sind neue Wege gefragt und diese setzen ein aktives Auseinandersetzen mit den Alternativen voraus. Eine Umfrage zur Geldanlage der Deutschen 2016 hat ergeben, dass rund 50 % der befragten Personen ein Tagesgeldkonto besitzen, gefolgt von dem Sparbuch mit 44 % und der Lebensversicherung oder privaten Rentenversicherung mit 34 %.

Die beliebtesten Anlageformen der Deutschen

Anlageformen Vergleich - Niedrigzinsen: Deutsche setzten auf Tagesgeldkonten Doch wofür soll sich der Anleger entscheiden, wenn er einige tausend Euro anlegen möchte? Denn in Bezug auf die Anlageformen besteht die Qual der Wahl . Tagesgeld- und Festgeldkonto, Sparbuch, Fonds oder doch lieber in Aktien? Die aktuelle Inflation von rund 0.38 % bringt bei der Variante Girokonto nicht nur keine Zinsen ein, sondern der Wert des Geldes sinkt sogar, da die Girokontenzinsen die Inflation nicht abdecken können.

Liquidität oder „fest“ sein Geld anlegen?

Die Frage nach der Liquidität ist in der heutigen Zeit zentral und daher muss darueber nachgedacht werden, ob der Anlagebetrag auch gleichzeitig als „Notgroschen“ dient, der dann im Notfall sofort verfügbar ist. Oder kann der Anlagebetrag fuenf, 10 oder mehrere Jahre fest angelegt werden? Bei einem Festgeldkonto ist der Zinsertrag umso höher, je länger die vereinbarte Laufzeit ist. Doch soll das Geld täglich verfügbar sein und das ohne Einbußen, dann ist der Zins bei dem Tagesgeldkonto niedriger. Für alle Anleger, die stets liquide sein möchten, ist das Tagesgeld damit eine gute Wahl. Möglich sind zudem auch Index-Fonds, die sich börsentäglich in Bankguthaben umwandeln lassen, indem diese abgestoßen werden. Die Anleger, die in ein Festgeldkonto oder in Aktien investieren, benötigen hingegen den längeren Atem. Besonders bei Wertpapieren gilt: Je länger diese gehalten werden, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass eine attraktive Rendite erzielt wird.

Anlagestrategien im Überblick

Produkt Rendite p.a. Sicherheit Schwierigkeit
Tagesgeld 1,00 % Sehr hoch Keine
Festgeld 1,00 – 2,50% Sehr hoch Keine
Gold, Silber -10 - + 50 % Niedrig Mittel bis Hoch
Immobilien 3 – 6 % Mittel Hoch
Immobilienfonds 4 – 6 % Mittel Mittel
Privatkredit-Vergabe 6 – 12 % Hoch Niedrig
Aktien - 10 – 35 % Niedrig bis mittel Mittel bis sehr hoch
Geschlossene Fonds 6 – 14 % Mittel Niedrig bis mittel
Riester-Sparplan variiert Hoch Niedrig
Online Depotverwaltung variiert Hoch niedrig

Geldanlage in Edelmetalle: Das Kapital durch feste Assets sichern?

Für viele Menschen ist auch die Kapitalanlage in Gold und Silber eine faszinierende Geldanlage. Besonders in Zeiten der Krise versuchen viele Menschen, ihr Geldvermögen in eine andere Kapitalform umzuwandeln. Dabei verspricht Gold eine sehr hohe Sicherheit, denn es ist nicht reproduzierbar. So hat der Anleger mit Gold etwas festes in der Hand und das hat in der Vergangenheit dazu geführt, dass der Dollar direkt an den Goldpreis gekoppelt war und nicht an die anderen Devisen - heute ist das nicht mehr der Fall. Wer die Preisentwicklung für eine Feinunze Gold seit 2000 betrachtet, wird sicherlich nicht in Freudenjubel ausbrechen. Denn von damals bis heute hat sich der Goldpreis stetig verändert und war von rund $ 250 pro Unze auf knapp $ 1700 (2012) gestiegen und weist heute einen Preis von rund $ 1240.3 (Nov. 2016) auf. Eine Statistik zeigt auf, dass der Preis für eine Unze Feingold im Zeitraum von November 2015 bis November 2016 stetigen Schwankungen unterlegen war. Somit sollte man niemanden blind vertrauen, der Gold als Anlageobjekt empfiehlt, selbst wenn in den Schlagzeilen öfters etwas von Rekordpreisen zu lesen ist. Denn die Realität sieht anders aus. Besonders dann wenn es um die persönlichen Finanzen geht, dann ist es nicht ratsam, sich von seinem Bauchgefühl leiten zu lassen oder von einschlägigen Tipps. Sondern hier ist es ratsam sich selber eingehend zu informieren, sich zusätzlich beraten zu lassen und dann den Tipps, die in Erfahrung gebracht wurden zu folgen.

Tagesgeld als flexible, kurzfristige Anlageform

Auf der Suche nach rentableren, kurzfristigen Anlageformen für momentan nicht benötigtes Geld, kommt man um Tagesgeldkonten nicht herum. Auf einem Tagesgeldkonto hat der Sparer die Möglichkeit , sein Geld so zu parken, dass er jederzeit Zugriff darauf hat und trotzdem von einem wesentlich höheren Zinssatz profitieren kann. Die Institute der Finanzwirtschaft nutzen selbstverständlich die Popularität von Tagesgeld und haben zahlreiche Produkte im Portfolio, mit denen sie auf Kundenfang gehen. Diese unterscheiden sich oft erheblich nicht nur im Zinssatz, sondern auch in den sonstigen Konditionen. Um hier die richtige Entscheidung zu treffen, sollten sich Sparer unbedingt näher mit den Offerten befassen. Hier sind Vergleichsrechner das optimale Werkzeug.

Vergleich der Tagesgeldzinsen schafft Sicherheit

Auf Vergleichsportalen gewinnt man als Kunde einen umfassenden Überblick über die Konditionen für Tagesgeldkonten der verschiedenen Banken und Kreditinstitute. Außerdem erfährt man hier, welche besonderen Bedingungen an besondere Konditionen gebunden sind. Viele der Geldinstitute unterscheiden beispielsweise nach Altkunden und Neukunden, wobei für Neukunden in der Regel günstigere Konditionen in Form von höheren Zinssätzen geboten werden. Die besten Angebote von Tagesgeldkonten für Neukunden liegen derzeit bei rund 2%. Aber auch Altkunden können durchaus einen recht ansehnlichen Ertrag mit Tagesgeld erzielen. Allerdings sind die Zinsen bei vielen Tagesgeldkonten variabel und werden der jeweiligen Marktsituation angepasst, weshalb ein weiteres Kriterium zur Beurteilung von Tagesgeldkonten auch die Dauer der Zinsgarantie sowie die Höhe der Anlage bei den jeweiligen Anbietern ist. Darüber hinaus - und dies wird für sicherheitsbewusste Menschen, die größere Beträge anlegen, bestimmt eine große Rolle spielen - gilt es auf die Höhe der Einlagensicherung zu achten. Auch hier gibt es teilweise erhebliche Unterschiede bei den verschiedenen Banken, Sparkassen und Kreditinstituten, die sich mit einem Tagesgeldkonten Vergleich herausfinden lassen.

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