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Obama-Berater: USA können syrischen Bürgerkrieg nicht stoppen

Ben Rhodes, einst außenpolitischer Berater von Barack Obama, verteidigt die zögerliche Haltung der damaligen US-Regierung im Syrienkrieg. Es gebe wenig, was die USA hätten tun können, um diesen Bürgerkrieg zu verhindern, sagte Rhodes dem „Spiegel“. „Assad war bereit, bis zum Tod zu kämpfen“, sagte Rhodes.

Syriens Machthaber Baschar al-Assad habe frühzeitig die Entscheidung getroffen, an der Macht zu bleiben oder zu sterben. „Auf eine Verhandlung hätte er sich nie eingelassen, er hätte sich auch nicht davon abschrecken lassen, Chemiewaffen zu verwenden.“ Die Äußerung Obamas im Sommer 2012, wonach Assad mit einem Einsatz von Chemiewaffen eine „rote Linie“ überschreiten würde, sei spontan gefallen, so Rhodes. Ein Vergeltungsschlag gegen das syrische Regime, wie ihn US-Präsident Donald Trump im Frühjahr 2017 nach einem weiteren Chemiewaffenangriff befahl, hätte damals „wenig geändert“, sagt Rhodes. „Assad wäre im Amt geblieben, der Konflikt wäre weitergegangen.“ Im Nachhinein sage sich leicht, dass Obama hätte Bomben schicken sollen. „Wenn wir es aber getan hätten, würden Sie mich heute vielleicht fragen: Warum habt ihr euch damals in einen zweiten Irakkrieg gestürzt? Glauben Sie mir, ich habe viele schlaflose Nächte darüber verbracht.“ Kriege, die einen Regimewechsel zum Ziel hätten, funktionierten im Nahen Osten nicht. So habe auch der Tod Muammar al-Gaddafis Libyen nicht geholfen.

Foto: Bild von Baschar al-Assad auf einer Syrien-Demonstration, über dts Nachrichtenagentur

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