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Ökonomen wollen mehr Autonomie für Kommunen in abgehängten Regionen

Vor den Landtagswahlen in Sachsen, Brandenburg und Thüringen fordern Ökonomen mehr Autonomie für Kommunen in strukturschwachen Regionen. "Es ist falsch, wenn eine Kommission im fernen Berlin sich überlegt, was die strukturellen Nachteile von diesem oder jenem Ort in Ostdeutschland sind und wie man sie beheben könnte", sagte Reint Gropp, der Präsident des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH), der "Welt" (Montagsausgabe). Die einzelnen Gemeinden müssten für sich ganz spezifische Strategien entwickeln, wie sie ihre eigenen Stärken weiterentwickeln könnten. "Solche lokal entwickelten Strategien sollten dann auch finanziell bezuschusst werden. Aber diese Strategien sollten nicht zentral in Berlin entwickelt werden", sagte Gropp. Zuletzt hatte auch das Berlin-Institut auf der Grundlage einer umfangreichen Studie für mehr administrative Freiheiten für die Kommunen plädiert. Joachim Ragnitz, der stellvertretende Geschäftsführer der Niederlassung Dresden des Ifo-Instituts , warnte derweil vor einer hohen Schulabbrecherquote in vielen Teilen Ostdeutschlands. "In einigen Regionen verlässt jeder zehnte Schüler die Schule ohne einen Abschluss", so der Ökonom in der "Welt". Diese jungen Menschen starteten ohne jede Perspektive ins Leben. "Für den Staat heißt das, dass die Schule dort einspringen muss, wo die Eltern den Kindern das nötige Rüstzeug nicht mitgeben", mahnte Ragnitz. Der Ökonom plädierte für mehr und besser ausgebildete Lehrer. Wo gute Pädagogen knapp seien, sollten die Länder wieder stärker verbeamten, um den Beruf attraktiver zu machen. Foto: Plakate an leerstehendem Haus in Köthen (Anhalt), über dts Nachrichtenagentur  

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