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Österreichs Ex-Vizekanzler Strache lässt FPÖ-Mitgliedschaft ruhen

Der frühere FPÖ-Chef und ehemalige österreichische Vizekanzler Heinz-Christian Strache lässt seine Parteimitgliedschaft in der FPÖ ruhen. Das teilte Strache auf einer Pressekonferenz in Wien mit. Zudem wolle er sich aus der Politik und der Öffentlichkeit zurückziehen und keine politischen Positionen mehr anstreben, so der frühere FPÖ-Chef weiter. Damit kam er wohl parteiinternen Kritikern zuvor: Der stellvertretende FPÖ-Chef Manfred Haimbuchner habe angekündigt, Strache am heutigen Dienstag suspendieren zu wollen, berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Im Mai hatte die sogenannte Ibiza-Affäre eine Regierungskrise in Österreich ausgelöst. Eine Woche vor der Europawahl wurde ein heimlich aufgenommenes Video veröffentlicht, das Strache zeigt, wie er im Sommer 2017 in einer Villa auf Ibiza mögliche Auftragsvergaben durch eine neue Regierung erörtert - im Gegenzug für Wahlkampfhilfe. Als Reaktion auf die Veröffentlichung des Videos waren alle FPÖ-Minister aus der Regierung ausgetreten. Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz hatte daraufhin Neuwahlen für September angekündigt. Bei der österreichischen Nationalratswahl am Sonntag hatte die FPÖ laut vorläufigem Endergebnis am meisten Stimmen verloren: Sie stürzte auf 16,2 Prozent ab. Die Grünen mit 13,8 Prozent und der Wahlsieger ÖVP mit 37,5 Prozent konnten dagegen die größten Stimmenzuwächse verzeichnen. Starke Verluste gab es auch bei der SPÖ, die nur noch 21,2 Prozent erreichte. Ebenfalls im neuen Parlament vertreten ist die Partei NEOS, welche 8,1 Prozent erreichte. Foto: Fahne von Österreich, über dts Nachrichtenagentur  

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