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Online-Shops profitieren vom Lockdown

Seit einigen Wochen ist das Corona-Ursprungsland wieder auf dem Weg zurück in die Normalität. Gegenwärtig beginnen die ersten europäischen Länder damit, ihre Maßnahmen gegen die Virus-Verbreitung ebenfalls zurückzufahren. Aber geht es um die weitere Eindämmung des Corona-Virus, dann heißt das oberste Gebot: Die Infektionskette weiterhin zu unterbrechen. Doch was ist mit denjenigen, die regelmäßig Medikamente einnehmen müssen? Denn nicht immer sind alle Apotheken geöffnet oder das benötigte Medikament vorrätig. Wer umsichtig ist, der sucht im Internet Hilfe – dabei ist nicht nur das Angebot an online Apotheken interessant.

Verbraucher shoppen online in der Zeit der Corona-Krise

Viele Verbraucher bleiben aufgrund der bestehenden Ausgangs- und Kontaktbeschränkung im Zuge der Corona-Krise zu Hause. Dadurch hat sich das Einkaufsverhalten beim online Shopping verändert. Eine gestiegene Nachfrage hat das online Vergleichsportal Check24 vor allem bei den Tischtennisplatten festgestellt. Hier stieg die Zahl der Bestellungen um rund 300 Prozent. Zudem sorgen die Kunden für einen Ersatz der geschlossenen Fitnessstudios. Dies führte zu einem Anstieg beim Verkauf von Fitnessgeräten und Zubehör, wie bspw. Schlingen- und Rollentrainer, Gymnastikmatten und Hanteln. Hier ist ein Anstieg vom dreifachen zu verzeichnen.

Zudem decken sich die Verbraucher mit weniger sportlichen Beschäftigungsmöglichkeiten ein, die in den eigenen vier Wänden für den Zeitvertreib sorgen. Während Puzzles dreimal so viel verkauft wurden, stieg der Umsatz bei den E-Book Readern um 130 Prozent. Im Unterschied dazu erhöhte sich der Verkauf von Konsolen und Videospielen um 76 Prozent.

Infektionsketten durch online Apotheken unterbrechen

Zum einen besteht die Möglichkeit, online nach einem Anbieter zu suchen, der in der Umgebung zu finden ist und zugleich so seine Öffnungszeiten in Erfahrung zu bringen. Doch vor allem an den Wochenenden, den Feiertagen und in der Nacht ist es nicht immer möglich, Medikamente zu erhalten – selbst dann wenn es dringend ist.

Aus diesem Grund bieten medizinische Dienste wie DoktorABC einen umfassenden medizinischen Service an, bei dem Patienten einen Arzt konsultieren, ein Online-Rezept erhalten und sich am nächsten Tag behandeln lassen können, ohne ihr Zuhause je zu verlassen.

Lebensmittel online bestellen – die Branche boomt

Für viele deutsche war es bisher kein Thema, Lebensmittel online zu bestellen. Aber aufgrund Covid-19 hat sich die Einstellung geändert. Neben den Medikamenten und anderen Dingen, bestellen die Verbraucher Fleisch und Gemüse. Die Angst vor dem neuartigen Corona Virus beschert den online Lieferdiensten ungeahnte Wachstumsraten. Die Folge von den erhöhten Bestellungen ist, dass die Verbraucher oft wochenlang auf die Lieferung warten müssen. Der Grund: Die Lieferdienste kommen kaum noch hinterher.

Ein interessanter Fakt ist, dass die Verbraucher in Deutschland vor der Corona-Krise wenig Interesse am online Kauf von Lebensmittel zeigten. Im vergangenen Jahr zeigt eine Umfrage auf, dass nur jeder vierte Verbraucher schon einmal online Lebensmittel bestellte. Der Hauptgrund der Verbraucher: Bedenken in Bezug auf die Qualität und Frische der Ware beim online Kauf.

Ob sich das nun nachhaltig ändern wird, das bleibt abzuwarten. Zwar sind Experten davon überzeugt, dass die aktuelle Lage für den online Handel mit Lebensmittel eine große Chance ist, aus der Nische hervorzukommen, aber es gilt zugleich das größte Problem in den Griff zu bekommen: Die langen Wartezeiten.

Profitieren die Streamingdienste von der Corona-Krise?

Das Konsumverhalten der Verbraucher hat sich verändert, durch Covid-19. Denn wer zu Hause bleibt, der muss sich selbst und seine Nächsten beschäftigen. Das funktioniert bspw. durch Filme. Bislang ist es unklar, inwiefern Unternehmen wie Amazon Prime Video, Netflix und Co. durch die Corona-Krise profitieren. Die Analysten hatten zwar Kursanstiege vorausgesagt, da die Menschen mehr Zeit zu Hause verbringen, doch andere Experten zweifeln an den Zugewinnen.

Sie sehen bspw. Netflix und Amazon Prime als ein Luxusprodukt, das viele abstellen könnten, da sie durch den Virus Gehaltseinbußen hinnehmen müssen. Eines ist sicher. Netflix musste wie andere Unternehmen in der Filmindustrie bereits Drehtermine absagen. Dem Tagesspiegel teilt das Unternehmen auf Anfrage mit, dass man das Thema Corona enorm ernst nehme. Vor allem, da es die Eventplanungen und öffentlichen Screenings stark beeinflusst.

Zoom boomt und Slack stürzt ab

Da viele Menschen derzeit im Home-Office beschäftigt sind, profitieren vor allem die Unternehmen, die Software für Videocalls und Videokonferenzen anbieten. Besonders gut läuft es bei Zoom, dem amerikanischen Videokonferenz-Anbieter. Dessen Aktien sind um mehr als 10 Prozent gestiegen. Zoom hat in den ersten zwei Monaten des Jahres 2020 mehr aktive Nutzer gewonnen als über das gesamte Jahr 2019. Das Unternehmen bleibt daher optimistisch. Ähnliche Erwartungen hatten die Börsenanalysten beim Instant-Messengerdienst Slack. Das Unternehmen stellte bereits im März allen, die an der Bekämpfung des Virus beteiligt sind, ein kostenfreies Upgrade der Software zur Verfügung.

Allerdings profitieren nicht nur die großen Aktienunternehmen davon, dass die Menschen in den eigenen vier Wänden verbleiben. Sondern da die Schulen geschlossen blieben, gewann das Start-up Sharezone neue Nutzer hinzu. Die App ermöglicht es den Schülern, ihren Unterricht online zu verwalten, Hausaufgaben zu teilen und Lernvideos zu erstellen.

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