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Onlinetrading – fünf Betrugsmaschen von unseriösen Brokern

Mittlerweile ist es möglich, unter einer Vielzahl von Online Brokern zu wählen, bei denen es möglich ist, zu traden. Allerdings gibt es auch einige schwarze Schafe und daher sollte jeder Trader genau wissen, wie er einen seriösen Broker erkennen kann.

Trading-Plattformen versprechen hohe Gewinnchancen

Die Trading-Plattformen im Internet werben teilweise mit hohen Gewinnchancen. Doch nicht alle Anbieter sind nach Angaben der Verbraucherschützer seriös, über die sich die Anleger am Wertpapierhandel beteiligen können. Einige der Anbieter werben mit äußert hohen Gewinnchancen, doch jeder Anleger sollte die Angebote sehr genau prüfen. Vor allem beim Forex Handel (Handel am Devisenmarkt) oder bei den sogenannten Differenzkontrakten heißt es Vorsicht walten lassen.

Doch wie ist es möglich, einen vertrauenswürdigen Handelspartner ausfindig zu machen? Hier die Fakten im Überblick:

  • Die Einlagensicherung und Regulierung des Brokers ist von entscheidender Bedeutung.
  • Für Seriosität spricht auch ein gut erreichbarer Kundensupport.
  • Die Bonusbedingungen sollten transparent und verständlich erläutert werden.
  • Über die Seriosität des Brokers liefern auch Vergleich Aufschluss, ebenso wie Kundenbewertungen und ein Forum für (angehende) Trader.

 Aber auch der Internetauftritt gibt erste Aufschlüsse, ob der Broker seriös ist oder nicht. Wenn die Webseite so wirkt, als wenn sie innerhalb kürzester Zeit erstellt wurde, sich zahlreiche Rechtschreibfehler finden oder die Seite einfach unprofessionell wirkt, dann ist das ein klares Zeichen dafür, dass auch die Geschäftsvorgänge unprofessionell ablaufen. Auch sollten Trader die Finger von Brokerportalen lassen, die nur in einer Sprache angeboten werden, die sie nicht perfekt beherrschen. Denn zu hoch ist das Risiko, dass einzelne Bedingungen nicht richtig verstanden werden.

Häufig greifen die schwarzen Schafe der Branche immer wieder auf dieselben Betrugsmaschen zurück. Allerdings zeigt die Erfahrung, dass es sich dabei nicht um die einzigen Taktiken handelt, die von den Brokern genutzt werden, wenn es darum geht die Kunden abzuzocken. Wer einen Broker auf die Schliche kommt, der eine dieser Maschen nutzt, der sollte höchste Vorsicht walten lassen.

Abzock-Trick 1: Die Verharmlosung der Risiken

Direkt auf der Startseite machen seriöse Broker die Kunden direkt darauf aufmerksam, dass der Handel mit Währungen und CFDs ein hohes Verlustrisiko bergen, das durchaus den Verlust des gesamten Investments nach sich ziehen kann. Diese Informationen fehlen bei den unseriösen Anbietern entweder komplett oder sie spielen dieses Risiko herunter und das hat verheerende Folgen: Besonders Einsteiger sind nicht in der Lage, das Risiko des Wertpapierhandels einzuschätzen, und verlieren daher innerhalb kürzester Zeit ihre Einlage – das kommt daraufhin dem Broker zugute.

Abzock-Trick 2: Variable Spreads

Grundsätzlich müssen variable Spreads kein Indiz dafür sein, dass ein Betrug vorliegt, doch Trader sollten dennoch besondere Vorsicht walten lassen, wenn der Broker ausschließlich zu variablen Spreads ermöglicht. Denn dabei ist nicht auszuschließen, dass der Broker den Spread beim Handel in ungeahnte Höhen treibt, um damit seine eigenen Einnahmen zu erhöhen. In den AGB und den Handelsbedingungen sind dazu die entsprechenden Informationen zu finden. Kunden können sich so über die mögliche Höhe der variablen Spreads genau informieren. Alternativ ist es ebenfalls lohnenswert, fixe Spreads zu handeln.

Abzock-Trick 3: Unrealistische Bonusbedingungen

Besonders häufig nutzen häufig die Broker und sogar selbst die seriösen Anbieter neigen zum Teil dazu, die Bonusbedingungen absichtlich unrealistisch zu gestalten. Denn auf diese Weise locken sie neue Kunden an, ohne tatsächlich einen Bonus anbieten zu müssen. Damit der Trader nicht auf eine solche Masche reinfällt, sollte der Trader im Vorfeld die Bonusbedingungen überprüfen und sicherstellen, dass es möglich ist diese innerhalb der vorgegebenen Zeit zu erfüllen.

Abzock-Trick 4: Ungerechtfertigte Sperrung des Accounts

Dabei handelt es sich gleichzeitig um die heimtückischste Abzocke. Dieses Szenario zeigt sich wie folgt: Der Trader setzt sich mit dem Börsenhandel auseinander und hat eine erfolgreiche Handelsstrategie entwickelt und mit dieser erzielt er regelmäßig Gewinne – bis zu dem Zeitpunkt, an dem der Broker den Kundenaccount unter fadenscheinigen Gründen sperrt. Dem Trader ist es auf dieser Weise nicht mehr möglich, Gewinne zu erzielen, und die bereits erzielten Gewinne fließen in die Taschen des Brokers. Damit Trader einem solchen Betrug nicht auf den Leim gehen, sollten Trader genau darauf achten, einen seriösen Broker ihr Vertrauen zu schenken.

Abzock-Trick 5: Präparierte Trading-Software

In den meisten Fällen ist die Software, mit der die Trades simuliert werden, funktionslos und die Kursverläufe sind nicht echt. Dadurch ist es dem betrügerischen Broker möglich genau festzulegen, welche Trades ins Minus und welche ins Plus laufen.

Würde man den echten Chart bspw. des Währungspaares EUR/USD mit dem der präparierten Software vergleichen würde sofort auffallen, dass die Kursverläufe nicht zueinander passen und stark abweichen.

Ein letzter Tipp: Auf die Unternehmenshistorie achten

Keinesfalls sollen alle Handelsplattformen an dieser Stelle über einen Kamm geschert werden, die erst in jüngster Vergangenheit entstanden sind. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird der größte Teil, der sich aufgrund des wachsenden Interesses am Trading und vor allem aufgrund des Handels mit Binäroptionen am Markt etabliert hat, keine entsprechende Unternehmenshistorie aufweisen. Doch gleichzeitig ist Fakt, dass das Risiko bei den Brokern, die bereits seit längeren am Markt sind geringer ist. Denn definitiv würden negative Erfahrungsberichte vorliegen, wenn ein Broker auf sich durch unseriöse Geschäftsgebaren aufmerksam gemacht hätte. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass (angehende) Trader die kürzlich entstandenen Handelsplattformen aufmerksam prüfen, bevor sie mit dem Handel beginnen.

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