Onlineverzeichnis DMOZ schließt


Das bekannte Open Directory Project dmoz.org schließt. Es ist ein Überbleibsel aus einer Zeit, als noch Menschen versuchten, das World Wide Web in Form von Verzeichnissen zu organisieren. Die Ankündigung ist seit dem 17.03.17 auf der Homepag zu lesen.

Das ODP wurde ursprünglich unter dem Namen Gnuhoo gegründet und ging am 5. Juni 1998 online. Der Name wurde später in Newhoo geändert, nachdem ein Slashdot-Artikel darauf hinwies, dass Gnuhoo nicht auf freier Software basiert und dass Gnuhoo das Markenzeichen des GNU-Projektes ohne Erlaubnis benutzte.

Newhoo wurde zum Open Directory Project, nachdem es im Oktober 1998 von Netscape gekauft wurde und seinen Inhalt unter einer Open-Content-Lizenz veröffentlichte. Kurz darauf wurde Netscape inklusive des ODP von AOL gekauft, welches einige Zeit später mit Time Warner fusionierte. Abgeleitet von der ersten Hostingadresse directory.mozilla.org entstand die Kurzform „Dmoz“ bzw. „dmoz.org“.

Am 20. Oktober 2006 erfuhr das ODP schwerwiegende technische Probleme. Die Funktionen für das Vorschlagen von Links und Änderungen sowie die internen Bearbeitungsfunktionen zum Ändern von Katalogeinträgen waren gesperrt. Am 18. Dezember 2006 wurde der Zugang für Editoren wieder freigegeben; am 13. Januar 2007 das öffentliche Interface für das Vorschlagen von Sites und Änderungen und am 23. Februar 2007 die Möglichkeit, sich als neuer Editor zu bewerben.

Am 31. Januar 2014 verzeichnete das ODP über 4,2 Millionen Einträge (knapp 500.000 davon im deutschsprachigen Teil des Katalogs) in über 1.000.000 Kategorien sortiert. Im Januar 2016 gab es noch knapp 4 Millionen Einträge, die Gesamtzahl der Editoren lag bei über 90.000. Im Juli 2016 gab es 3.938.044 Einträge von insgesamt 91.441 Editoren.

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