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Ostbeauftragter rechnet mit Aufschwung in Neuen Bundesländern

Der Ostbeauftragte der Bundesregierung, Christian Hirte (CDU), rechnet mit einer positiven Entwicklung in den ostdeutschen Ländern. „Ich glaube, dass die Geschichte heute auf Seiten des Ostens steht“, sagte Hirte der „Welt“. Mit Blick auf die Ansiedlung des US-E-Auto-Unternehmens Tesla in Brandenburg sagte Hirte: „Ich gehe davon aus, dass die Ansiedlung von großen Industrieunternehmen in den nächsten Jahren und Jahrzehnten vor allem im Osten stattfinden wird. Da gibt es nicht nur den Platz. Die Bereitschaft der Bevölkerung für industrielle Produktion, für Infrastrukturbau, ist stärker ausgeprägt als im Westen. Die Anzahl großer Unternehmen wächst.“

Nach den Landtagswahlen 2019 werde der Osten wieder „stärker in den Blick genommen“, sagte Hirte. Das habe ihm auch bei seiner Arbeit geholfen. Es würden heute mehr Bundesbehörden im Osten angesiedelt. „Das Bundesamt für Auswärtige Angelegenheiten wird mit 1000 Mitarbeitern nach Brandenburg an der Havel gehen. Das ist nicht nur für die Stadt mit ihren 72.000 Einwohnern ein riesiges Signal.“ Der Christdemokrat stellte fest: „Der Osten ist attraktiv“. Im Gegensatz zu vielen westdeutschen Zentren gebe es dort „bezahlbaren Wohnraum, ein großes Angebot an Kultur und fantastische Landschaften“. Die Städte seien saniert, die Kinderbetreuung hervorragend. „Man kann im Osten gut leben. Die Abwanderung ist gestoppt. Mit diesem Image müssen wir werben, im Inland wie im Ausland.“ Der Christdemokrat aus Thüringen wandte sich dagegen, den Osten über einen Kamm zu scheren. Man könne Bayern ebenso wenig mit Schleswig-Holstein gleichsetzen wie Thüringen mit Mecklenburg-Vorpommern. „Es gibt sicher eine ostdeutsche Identität, die mit den Erfahrungen der DDR zu tun hat. Trotzdem gibt es auch im Osten große Unterschiede. Wir Deutsche müssen lernen, diese Unterschiede auszuhalten. Sie sind normal.“

Foto: Karl-Marx-Monument in Chemnitz, über dts Nachrichtenagentur

 

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