Ostbeauftragter schaltet sich in Hartz-IV-Debatte ein

Der neue Ostbeauftragte der Bundesregierung, Christian Hirte (CDU), hat sich in den aktuellen Streit über Hartz IV eingeschaltet. Die Tatsache, dass Geringverdiener, die eine Familie versorgen müssen, häufig trotz Vollzeitjob auf Hartz-IV-Niveau liegen, sei ungerecht, sagte Hirte der Zeitschrift „Super Illu“ (Nr. 16/2018). „Jemand der arbeitet, soll mehr haben als die, die nicht arbeiten.“

Dass die Tafeln bundesweit überwiegend Hartz-IV-Empfänger als Bedürftige versorgen, sieht der Politiker aus Thüringen jedoch nicht als Beleg für zu niedrige Hartz-IV-Sätze: „Die Sätze für Hartz IV sind so bemessen, dass sie einen Mindeststandard an Versorgung und auch Teilhabe an der Gesellschaft ermöglichen.“ Er räumte aber gleichzeitig ein: „Ich glaube übrigens nicht, dass Politiker die Sätze besser berechnen können als die Ämter, die diese Aufgabe haben.“ Vorschläge wie die Schaffung eines bedingungslosen Grundeinkommens wies Hirte mit Blick auf das in Finnland eingeführte „Bürgergeld für alle“ zurück: „Der Versuch ging recht ernüchternd aus, weil es doch viele gab, die damit keinen Anreiz mehr sahen, noch im Niedriglohnsektor zu arbeiten.“ Angesprochen auf die wirtschaftlichen Unterschiede in Ost und West auch fast 30 Jahre nach der Wiedervereinigung sagte der neue Ostbeauftragte: „Wir werden im Osten flächendeckend nie so gute wirtschaftliche Verhältnisse haben wie in den Metropol-Regionen in Teilen des Westens“ und weiter: „Wir müssen uns im Osten nicht an München oder Stuttgart messen.“

Foto: Euromünzen, über dts Nachrichtenagentur

Ein Kommentar

  1. Typisch Ostbeauftragter wieder mal ein CDU-ler ! Klar sollte ein arbeitender mehr haben als ein nicht arbeitenden ! Aber wir dürfen die Hartz IV Empfänger die keine Arbeit bekommen auch wenn Sie noch so händeringend suchen nicht gegen die Geringverdiener ausspielen ! Ganz ehrlich ! So was regt mich wieder sowas von auf ! Schafft endlich ARBEIT für die die überhaupt keine Chance mehr auf dem Arbeitsmarkt haben ! Der soziale Arbeitsmarkt muss kommen ! Ansonsten wird die Bundesregierung in den nächsten Landtagswahlen hoffentlich abgestraft ! Der Staat bekommt seit 10 Jahren irgendwie überhaupt nichts mehr auf die Reihe ! Armes Deutschland sage ich nur ! Es gibt viele die kommunale Arbeiten sofort annehmen würden wenn man sie auch angeboten bekommen würde ! Ganz ehrlich nicht immer so SCHEISSE auf die schwächsten hauen ! Klaro !

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