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Poroschenko mahnt Nachfolger Selenski zu Kontinuität

Der scheidende ukrainische Präsident Petro Poroschenko mahnt seinen Nachfolger Wolodimir Selenski angesichts anhaltender russischer Aggression zur Fortführung der bisherigen Politik des Landes. "Ich kann natürlich nicht voraussagen, was bei den Wahlen zum Europaparlament herauskommen und wie die neue EU-Kommission aussehen wird. Aber ich bin sehr zuversichtlich, dass die europäische Solidarität mit der Ukraine anhalten wird – wenn die Ukraine selbst keinen Fehler macht", sagte Poroschenko der "Welt". "Deshalb ist es so wichtig, dass sich der neue Präsident verantwortungsbewusst zeigt und an den Prinzipien festhält, die wir in den vergangenen fünf Jahren etabliert haben." Poroschenko erinnerte daran, dass sich nach jüngsten Umfragen 69 Prozent aller Ukrainer und 80 Prozent derer, die zur Wahl gingen, für die europäische Integration der Ukraine ausgesprochen hätten. Ähnlich hoch liegt die Zustimmung zum NATO-Beitritt des Landes: "Stellen Sie sich vor, die Ukraine ist heute die europaoptimistischste Nation des Kontinents – und das bei dem hohen Preis, den sie dafür zu zahlen hat." Er hoffe deshalb, das Selenski Kurs halte. Die antieuropäischen Kräfte erhielten starke Unterstützung aus Russland, warnte Poroschenko. So habe der Kreml sich beispielsweise bei den Wahlen in den Niederlanden, Österreich und Italien massiv eingemischt, bei der Präsidentenwahl in der Ukraine ohnehin: "Ich kann Deutschland nur dringend raten, aus dem Einfluss, den die Russische Föderation auf Wahlen in der Ukraine auszuüben versucht, zu lernen und sich effektiv davor zu schützen." Am Montag scheidet Poroschenko nach fünf Jahren aus dem Amt; sein Nachfolger, der TV-Komiker Selenski, wird vereidigt. Foto: Petro Poroschenko, über dts Nachrichtenagentur

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