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Präsident des Weltwirtschaftsforums warnt vor Wirtschaftsabschwung

Der Präsident des Weltwirtschaftsforums, der ehemalige norwegische Außenminister Borge Brende, warnt vor einem Einbruch der Weltwirtschaft. "Das globale Wachstum verlangsamt sich, es gibt viele dunkle Wolken da draußen", sagte Brende der "Süddeutschen Zeitung" (Montagsausgabe). Dazu kämen "geopolitische Verwerfungen, die die Welt vergiften". Es gebe kaum Spielraum der Notenbanken gegenzusteuern. Auch die Länder könnten nicht mehr stärkere Staatsausgaben reagieren. "Deutschland und Norwegen könnten sich vielleicht noch höhere Staatsausgaben leisten, aber fast alle anderen Länder sind doch überschuldet. Es gibt auch große Herausforderungen in China - alles ganz schön tough", so Brende. Weiter sagte er: "Es besteht die vage Hoffnung, dass wir noch zwei bis drei Jahre mit Wirtschaftswachstum vor uns haben, vorausgesetzt, es gibt keine größeren geopolitischen Zwischenfälle oder einen Handelskrieg." Brende hat 2017 die operative Verantwortung für das Weltwirtschaftsforum vom Gründer Klaus Schwab übernommen. An diesem Dienstag beginnt in Davos das diesjährige Jahrestreffen des Weltwirtschaftsforums. Brende rechtfertigt die Veranstaltung gegen alle Kritik und trotz der Absage wichtiger Teilnehmer wie Donald Trump und der gesamten US-Delegation. "Wenn Menschen sich physisch treffen, ist das immer sehr wichtig. Auch in der digitalen Welt ist das unverzichtbar, persönliche Kontakte sind immer ein Eisbrecher", so Brende. Zudem forderte Brende Regularien für neue Technologien und Digitalunternehmen. "Wir brauchen Regeln, die neue Techniken müssen für die Menschheit nützlich sein", so der Präsident des Weltwirtschaftsforums. Es sollte Verkehrsregeln für die neuen Technologien geben - und zwar multilateral vereinbart. Als Vorbild dafür nennt Brende das Bretton-Woods-System, mit dem im Jahr 1944 Regeln für das internationale Währungssystem geschaffen wurden, die bis heute gültig seien.

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