Am Landgericht Augsburg fand heute der fünfte Verhandlungstag im Prozess um eine mutmaßliche Schleuserbande statt. Die fünf Angeklagten sollen in bis zu 14 Fällen Personen illegal nach Deutschland gebracht haben.
Zeuge berichtet über Einschleusung
Heute sagte ein Zeuge aus, der bei einer der Taten eingeschleust werden sollte. Er berichtete detailliert über das Vorgehen der Bande. Demnach wurden die Migranten zunächst an der Grenze abgeholt und in Verstecken untergebracht. Anschließend wurden sie in Autos oder Lastwagen über die Grenze geschmuggelt, oft versteckt zwischen Ladung oder in Hohlräumen der Fahrzeuge.
Komplexes Netzwerk der Schleuserbande
Die Angeklagten sollen ein komplexes Netzwerk aufgebaut haben, um ihre illegalen Machenschaften durchzuführen. Offenbar hatten sie Kontakte zu Schleppern in den Herkunftsländern der Migranten, um die Routen und Übergabepunkte zu organisieren. Zudem nutzten sie offenbar gefälschte Dokumente, um die Einschleusung zu erleichtern.
Emotionale Aussage des Zeugen
Der Zeuge, der selbst Opfer der Schleuserbande gewesen sein soll, berichtete unter Tränen von seiner Odyssee. Er habe große Angst gehabt, dass er nicht lebend in Deutschland ankommen würde. Die Bedingungen auf der Flucht seien zudem extrem hart gewesen.
Ermittlungen der Behörden
Die Ermittlungen der Polizei und Staatsanwaltschaft zu der Schleuserbande dauern bereits seit mehreren Monaten an. Den Angeklagten drohen hohe Freiheitsstrafen, sollten sie für schuldig befunden werden.
