Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hat die derzeitige Debatte um Migration scharf kritisiert. In einem Interview äußerte er seine Besorgnis über den „Überbietungswettbewerb der Abschreckungsgrausamkeiten“, den er im öffentlichen Diskurs beobachtet.
Angst vor Entmenschlichung der Debatte
„Ich kriege langsam Angst“, sagte Ramelow. Er befürchtet, dass in der Debatte die Menschlichkeit und Würde der Geflüchteten zunehmend verloren gehen. Stattdessen würden Vorschläge gemacht, die an Unmenschlichkeit kaum zu überbieten seien.
Warnung vor Instrumentalisierung des Themas
Der Linken-Politiker warnte davor, das Thema Migration zu instrumentalisieren und für populistische Zwecke zu missbrauchen. Er mahnte, dass eine solche Vorgehensweise dem gesellschaftlichen Zusammenhalt schade und die Integration erschwere.
Forderung nach sachlicher und lösungsorientierter Debatte
Ramelow plädierte stattdessen für eine sachliche und lösungsorientierte Debatte, in der die Bedürfnisse und Sorgen aller Beteiligten berücksichtigt werden. Nur so könne man den Herausforderungen im Zusammenhang mit Migration effektiv begegnen, so der Ministerpräsident.
