Österreich hat einen langfristigen Vertrag mit Russland über die Lieferung von Erdgas bis zum Jahr 2040 abgeschlossen. Unabhängig davon, ob tatsächlich Gas geliefert wird oder nicht, muss Österreich bis dahin Zahlungen an Russland leisten.
Um mehr Transparenz in diese Vertragsvereinbarungen zu bringen, hat Umweltministerin Leonore Gewessler nun eine Sonderkommission eingesetzt. Diese Kommission soll Einblick in die streng geheimen Verträge zwischen Österreich und dem russischen Energiekonzern Gazprom erhalten, die vom staatlichen österreichischen Ölkonzern OMV unterzeichnet wurden.
Die Ministerin will damit sicherstellen, dass die Öffentlichkeit und das Parlament über die genauen Vertragsinhalte und finanziellen Verpflichtungen Österreichs informiert werden. Angesichts der angespannten geopolitischen Lage und der Debatte um die Unabhängigkeit von russischen Energielieferungen ist es der Regierung wichtig, mehr Klarheit in diese heikle Situation zu bringen.
Die Kommission soll die Vertragstexte prüfen, mögliche Ausstiegsklauseln identifizieren und Handlungsoptionen für die Zukunft erarbeiten. Letztendlich geht es darum, die Abhängigkeit Österreichs von russischem Gas schrittweise zu reduzieren und alternative Energiequellen stärker in den Fokus zu rücken.
