Start > Handel – aktuelle Nachrichten zu Export, Import und Logistik > Recheis bleibt in Österreich beliebter wie Barilla
Teigwaren

Recheis bleibt in Österreich beliebter wie Barilla

TeigwarenWien - Das Szenario könnte aus einer Startrack-Serie stammen: Ein Knopfdruck genügt und die Wunschnudel wird erzeugt. Es handelt sich dabei jedoch nicht um eine futuristische Idee, sondern um pure Realität. Barilla lässt den Nudeldrucker gemeinsam mit dem niederländischen Forschungsinstitut TNO Wirklichkeit werden. Der 3-D-Drucker soll bald Restaurants zur Verfügung stehen, um den Gästen die Wunschnudel servieren zu können.

Barilla in Österreich

Der italienische Marktführer in Sachen Teigwaren setzt zwar neue Akzente, doch in Österreich stammt die beliebteste Nudel von Recheis. Der Pro-Kopf-Verbrauch von Teigwaren  liegt in Österreich bei 0,6 Kilogramm im Monat, doch nicht vorwiegend von Barilla. Ob in Zukunft die individuelle Nudel im Restaurant überzeugt, wird sich weisen. 15 bis 20 verschiedene Pizzen und Pastas soll der Drucker in zwei Minuten ausdrucken. Der Teig in den Druckerpatronen stammt von Barilla und die Rezepte finden sich auf dem USB-Stick. Barilla beschäftigt mehr als 12.000 Mitarbeiter, die in Zukunft nun auch Druckerpatronen füllen werden. Ob der Umsatz von rund 4 Milliarden Euro durch die neue Technologie steigen wird, bleibt abzuwarten. Barilla wurde 1877 in Parma gegründet und befand sich in 1970er Jahren im Besitz des US-amerikanischen W.R. Grace. 1979 wurde das Unternehmen von der Familie Barilla zurückgekauft und 20 Jahre später durch die Übernahme des schwedischen Lebensmittelherstellers Wasa erweitert.

Recheis setzt auf Tradition

Die Erfolgsgeschichte von Recheis beginnt 1989 mit der Errichtung der 1. Teigwarenmanufaktur Österreichs durch Josef Recheis in Hall in Tirol. Bereits in der alten Donaumonarchie erreichte das Unternehmen als k.u.k. Hoflieferant mit vielen Auszeichnungen eine bedeutende Rolle am Lebensmittelmarkt.  Heute ist Recheis mit einem Marktanteil von mehr als 30 Prozent Marktführer in Österreich. In Hall wird inzwischen ein zweites Werk betrieben, das Tortelloni-Werk.  Am Tiefkühlsektor punktet seither das Unternehmen mit den Produkten der Marke „Frischer Genuss“. Gegenwärtig werden im Schichtbetrieb täglich 110 Tonnen Teigwaren hergestellt. Im Jahr 2012 erreichte der Teigwarenproduzent einen Umsatz bei der Marke Recheis von 5 Prozent auf 29,5 Millionen Euro. Mit den Vollkornprodukten wurde der Umsatz sogar um 58 Prozent erhöht. Es ergibt sich ein Marktanteil von mehr als 42 Prozent, der Recheis auch in dem Segment Vollkorn in die Führungsposition bringt. 2014 feiert Recheis sein 125jähriges Jubiläum und will bis dahin mit neuen Rezepturen Akzente setzen. So wurden bereits im vergangenen Jahr Teigwaren aus Dinkel auf den Markt gebracht. Geschäftsführer Martin Terzer erklärt: „Der Trend hin zu hellen Dinkelprodukten, die wie klassische Nudeln schmecken, ist groß. Wir werden dieses Segment 2013 und 2014 ausbauen und mit neuen, genussvollen Produkten für ein weiteres Wachstum sorgen.“ Mit welchen neuen Produktideen Recheis bis zum Jubiläumsjahr noch aufwarten wird, ist ungewiss, doch wird das Unternehmen auf den Bau eines Nudeldruckers verzichten.

Hier nachlesen ...

Autohändler fürchten geplanten Onlinevertrieb der Hersteller

Die großen Autohändlerverbände blicken mit Sorge auf die Pläne der Hersteller, ihre Fahrzeuge künftig direkt …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.