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RWE-Chef für schnelleren Windenergie-Ausbau

Der Vorstandsvorsitzende von RWE, Rolf Martin Schmitz, fordert von der Bundesregierung mehr Einsatz für den Ausbau der erneuerbaren Energien. "Mehr noch als eine Kohlekommission brauchten wir eine Kommission, die sich um die Stromnetze und den Ausbau der erneuerbaren Energien kümmert", sagte Schmitz dem "Spiegel" in seiner aktuellen Ausgabe. Der RWE-Chef, dessen Unternehmen bislang vor allem für Kohlekraftwerke und Braunkohletagebau bekannt war, sorgt sich vor allem um die lange Genehmigungszeit von Windanlagen - auch wegen der Klagen von Umweltverbänden. "Es funktioniert einfach nicht, wenn man gleichzeitig gegen Kohle ist, gegen Windräder, gegen neue Netze, eigentlich gegen alles", kritisierte Schmitz die Bürgerinitiativen. In den USA brauche eine Genehmigung einer neuen Windanlage im Schnitt zwei bis drei Jahre, in Deutschland oft doppelt so lange. Er fürchte, dass der Kohleausstieg ins Stocken gerate, wenn das Ziel verfehlt werde, bis zum Jahr 2030 bis zu 65 Prozent Strom aus regenerativen Quellen zu gewinnen, so der RWE-Chef. Dazu müssten mindestens 7.000 Megawatt neuer Windleistung jährlich entstehen. Von diesem Ziel sei man weit entfernt. Sein Konzern, dessen Tochter Innogy vor einer Fusion mit der Erneuerbaren-Sparte von Eon steht, investiert in Windenergie - allerdings immer stärker im Ausland. In Japan etwa wolle RWE ins Geschäft einsteigen, sagte Schmitz dem "Spiegel". Der RWE-Chef fordert, die Genehmigungsverfahren hierzulande ähnlich zu beschleunigen, wie das derzeit mit der Novelle des Gesetzes für den Ausbau von Stromnetzen (Netzausbaubeschleunigungsgesetz) geschehe. Foto: RWE, über dts Nachrichtenagentur

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