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RWE muss Hambach-Tagebau dauerhaft drosseln

Der Energieversorger RWE wird seine Braunkohleförderung im Tagebau Hambach auch nach dem Ende des Rodungsstopps nicht wieder auf das alte Niveau herauffahren können. „Wir werden die Förderung in Hambach nach 2022 dauerhaft um etwa 5 Millionen Tonnen im Jahr reduzieren müssen“, sagte der Vorstandsvorsitzende Rolf Martin Schmitz der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Samstagsausgabe). Grund sei der Verlauf des Flözes unter dem Hambacher Forst.

Den zusätzlichen Schaden für RWE könne man nicht seriös beziffern. „Keiner weiß, wie hoch dann die Strompreise sein werden oder was Emissionszertifikate kosten“, so der RWE-Chef. Schmitz präzisierte die nach dem Gerichtsurteil zum Rodungsstopp angekündigte Ergebnisbelastung ab 2019. „Der Schaden wird nach unserer Einschätzung bei 100 bis 200 Millionen Euro im Jahr liegen“, so Schmitz. Ein Risiko für die Dividende sehe er dadurch nicht. „Es bleibt dabei: Für 2018 soll es eine Dividende von 70 Cent je Aktie geben.“ Besorgt zeigte er sich über das Echo der Investoren. „Vor allem aus dem angelsächsischen Raum wird uns zurückgespiegelt, dass sie in Bezug auf die hiesige Energiepolitik und nun auch die Gerichtsbarkeit sehr irritiert sind“, so der RWE-Chef. Sie verstünden nicht, dass so ein Beschluss ergehen kann. „Ihr klares Urteil lautet: Deutschland ist derzeit ein mehr als schwieriger Investitionsstandort“, so Schmitz.

Foto: RWE, über dts Nachrichtenagentur

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