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Schäuble: Ost-West-Unterschiede machen schlechte Stimmung

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) sieht einen Grund für die derzeit schlechte Stimmung zwischen Ost und West in Deutschland darin, dass es im Westen nach der Wende wenig Veränderungsbereitschaft gegeben habe. "Die Haltung in der Bundesrepublik war überwiegend die: Wir helfen den Ostdeutschen gern, aber in unserem eigenen Leben soll und wird sich nicht viel ändern", sagte Schäuble dem "Spiegel" in seiner aktuellen Ausgabe. Im Schnitt habe sich die Lage in Ost und West in den vergangenen 30 Jahren verbessert. Doch den Menschen gehe es "nicht zuerst um objektive Werte, sondern darum, wie es ihnen im Vergleich zum Nachbarn geht. Es gibt immer noch Unterschiede zwischen Ost und West. Und das bewirkt bei manchen schlechte Stimmung", so der CDU-Politiker weiter. Bei der Fehleranalyse solle man es sich aber nicht zu leicht machen, mahnte Schäuble. Der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl habe "instinktiv richtig gehandelt, ist in Europa achtsam aufgetreten und hat den Menschen hier viel Hoffnung gemacht. Heute könnte man vielleicht sagen, er hat ihnen zu viel Hoffnung gemacht, aber von einer spekulativen Rückabwicklung der Geschichte halte ich nicht viel", so der Bundestagspräsident. Schäuble war als damaliger Innenminister an der Wende und auch an der Entscheidung für Berlin als Hauptstadt maßgeblich beteiligt . Sein Plädoyer im Parlament für den Umzug der Regierung von Bonn nach Berlin 1991 gilt als ausschlaggebend: "Bestimmt hat auch mein Erscheinungsbild etwas bewirkt", sagte Schäuble dem "Spiegel". Sein "Anblick im Rollstuhl" sei noch ungewohnt gewesen, "das Attentat kein Jahr her, und ich sah noch recht mitleiderregend aus", so der CDU-Politiker weiter. Foto: Plakate an leerstehendem Haus in Köthen (Anhalt), über dts Nachrichtenagentur  

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