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Schwesig kritisiert Sanktionen gegen Nord Stream 2

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat die Verabschiedung des US-Kongresses von Sanktionen gegen die Gaspipeline Nord Stream 2 von Russland durch die Ostsee nach Deutschland scharf kritisiert. „Das ist eine absolut inakzeptable Entscheidung, zumal der Verdacht besteht, dass hier eigene wirtschaftliche Interessen eine Rolle spielen“, sagte Schwesig den Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“ (Donnerstagsausgaben). Deutschland müsse „selbst entscheiden können, vom wem und auf welchem Weg es seine Energie“ beziehe.

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin hob die große Bedeutung der Pipeline für die Energieversorgung Deutschlands hervor und äußerte sich besorgt für den Fall, dass das Projekt scheitert. „Wir steigen in den nächsten Jahren richtigerweise aus der Atom- und der Kohleenergie aus. Die Pipeline ist wichtig für die künftige Energieversorgung in Deutschland“, so die SPD-Politikerin weiter. Sie hoffe sehr, „dass es gelingt, die Pipeline auch so fertigzustellen“, sagte Schwesig den Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“. Die USA wollen die Gaspipeline kurz vor ihrer Fertigstellung noch stoppen. Dazu verabschiedete der US-Kongress ein Gesetz mit Sanktionen gegen Nord Stream 2, bei dem nun nur noch die Unterschrift von US-Präsident Donald Trump fehlt. Nach dem US-Repräsentantenhaus stimmte am Dienstag (Ortszeit) auch der Senat mit großer Mehrheit für ein Gesetzespaket zum Verteidigungshaushalt, in dem die Sanktionen gegen an dem Projekt Nord Stream 2 beteiligte Firmen und Einzelpersonen enthalten sind. Trump hatte bereits vorab angekündigt, das Gesetzespaket zu unterzeichnen, sobald es auf seinen Schreibtisch komme.

Foto: Castoro 10 beim Bau von Nord Stream 2, über dts Nachrichtenagentur

 

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