Selbstmordrate bei Ärztinnen höher als in anderen Berufen

Selbstmordrate bei Ärztinnen höher als in anderen Berufen


Eine kürzlich im BMJ veröffentlichte Studie, die von Forschern der Universität Wien geleitet wurde, zeigt, dass die Selbstmordrate unter Ärztinnen höher ist als in anderen Berufen. Eine Analyse von Forschungsergebnissen aus 20 Ländern zeigt, dass Ärztinnen im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung eine 76 % höhere Wahrscheinlichkeit haben, sich das Leben zu nehmen. Professor Clare Gerada erläuterte die möglichen Gründe für die höheren Selbstmordraten unter Ärztinnen und nannte Sexismus, Belästigung und ungleiche Bezahlung als Hauptfaktoren. „Zunächst dachte man, dass Frauen eine höhere Selbstmordrate haben, weil wir weniger sind und deshalb isoliert sind, aber die Rate ist hoch geblieben, obwohl Frauen jetzt einen großen Teil des Arbeitsplatzes ausmachen“, erklärte Professor Gerada. Der belastende Charakter der Arbeit trägt ebenfalls erheblich zum Anstieg der Selbstmordrate bei. In den meisten Berufen sind die Selbstmordraten bei Männern höher als bei Frauen, aber bei den Beschäftigten im Gesundheitswesen sind die Raten fast gleich hoch. Die Daten, die auf zwischen 1960 und 2024 veröffentlichten Forschungsergebnissen beruhen, zeigen, dass die Selbstmordrate bei männlichen Ärzten um 81 % höher ist als in ähnlichen sozioökonomischen Berufen. Das bedeutet, dass jeden Tag mindestens ein Arzt in den USA durch Selbstmord stirbt.

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