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Self Storage: Persönliche Gegenstände sicher einlagern

Self Storage zu gut deutsch „Mietlager“ ist ein Ort, zur Lagerhaltung von nicht ständig benötigten Möbeln und anderen Dingen. Erstmals wurde die Miet-Box, die ebenfalls als Selbstlagerzentrum bezeichnet wird, in den 1960iger Jahren in Nordamerika angeboten.

„Self Storage“ – selbst einlagern

Bei diesen Räumen handelt es sich NICHT um Wohnraum, sondern laut dem Verband deutscher Self Storage Unternehmen e.V. wird unter „Self Storage“ folgendes verstanden:

„Das Selbst-Einlagern von Gegenständen durch Privatleute oder Firmen in abgeschlossenen, sicheren, sichtgeschützten und bequem zugänglichen individuellen Mieteinheiten unterschiedlicher Größe bei sehr flexiblen Mietzeiten“

Die Errichtung der Selbstlagerzentren macht Sinn, vor allem in Hinsicht auf den Fakt, dass in den Großstädten den Bewohnern oft nicht ausreichend Platz zur Verfügung steht, um das aktuell nicht nutzbare Wohnungsinventar einzulagern. Beispielsweise verfügt jeder fünfte deutsche Haushalt in den wesentlichen Großstädten über mangelnde Stauraummöglichkeiten. Doch auch die zunehmende berufliche Flexibilität macht die Nutzung von der Möglichkeit Möbel einlagern zu können, notwendig. Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn die heimische Wohnung aufgrund eines längeren Auslandsaufenthalts aufgelöst wird, aber eine Mitnahme des Mobiliars nicht möglich oder unerwünscht ist.

Lagerraum mieten: Der europäische Self Storage Markt

Der europäische Mietbox-Markt steckt im Vergleich zu den USA noch in den Kinderschuhen. Im Jahr 2017 gab es knapp 6.500 Quadratmeter Lager- und Logistikflächen in Deutschland, während die Zahl in Europa rund 8,7 Mio. Quadratmeter gab. In Europa gibt es aktuell 6,6 Self Storage-Standorte pro 1 Mio. Einwohner, was 0,018 Quadratmeter vermietbare Self Storage-Fläche bedeutet. Das heißt, dass in Europa die Bewirtschaftungsdichte erst bei rund 1,5 % des US-Marktes liegt.

Selbst wenn in Europa niemals die Marktdurchdringung der USA in diesem Sektor erreicht wird, schon aufgrund der geringeren Mobilität, der nicht vergleichbaren Wohn-/Lebenskultur und besserer Verfügbarkeit von Kellern und Haushaltsräumen bzw. Abstellräumen in den Häusern, so zeigt sich dennoch, dass ein Wachstumspotenzial der Branche in Europa besteht.

Großbritannien führt den europäischen Markt an

Am stärksten ist de Self Storage Markt in Großbritannien mit rund 1430 Standorten und einer vermietbaren Lagerfläche von 4 Mio. Quadratmeter ausgebaut. Das entspricht pro einer Millionen Einwohner 0,06 m² vermietbarer Lagerfläche pro Einwohner. Der deutschsprachige Raum mit rund 100 Mio. Einwohnern weist derzeit knapp 300 Standorte auf und über 0,6 Mio. m² vermietbarer Lagerfläche und damit steht man hier noch ganz am Anfang der Marktentwicklung. Vor allem sieht die Branche Potenzial in den Ballungsräumen, da die Bewohner der Großstädte, die in einer Mietwohnung leben, oft nur sehr begrenzte Lagermöglichkeiten haben, im Vergleich zu den ländlicheren Regionen.

Gut zu wissen: Was muss beachtet werden?

Ein Self Storage hierzulande ist oft ein mehrgeschossiger Zweckbau, mit langen Fluren und unzähligen Türen zu den entsprechenden Lagerräumen. Für Sicherheit sorgen dort Vorhängeschlösser und Überwachungskameras. Es gibt mittlerweile eine Vielzahl von Unternehmen, die überregional in Deutschland vertreten sind.

Ein Self Storage ist zwischen einem und 50 Quadratmeter groß. Damit alle Möbel verstaut werden können, sollten 10 % der Wohnungsfläche ausreichend sein. Empfehlenswert ist es jedoch die Anbieter anzurufen und sich beraten zu lassen. Dazu kommt das die Preise schwanken und zwischen 65 und 108 Euro pro Monat betragen. Die großen Anbieter sind Mitglied des Verbandes deutscher Self Storage Unternehmen und damit haben sich diese auf bestimmte Sicherheitsstandards verpflichtet. Sollte der Fall eintreten, dass die Lagerhalle durch einen Brand vernichtet oder der Lagerraum von einem Dieb ausgeräumt wird, dann sollte der Mieter selbst sein Hab und Gut versichert haben. Hier ist es wichtig, vorab die Versicherung zu fragen, ob und wie lange die Möbel in einer solchen Lagerbox versichert sind. Von den meisten Versicherungsunternehmen werden sogenannte Zusatzpolicen angeboten, doch viele der Self Storage-Unternehmen bieten ebenfalls spezielle Versicherungen an.

Grundsätzlich dürfen keine Lebensmittel, Drogen, Waffen und entzündlichen Stoffe gelagert werden. Zudem sind „stinkende“ Gegenstände wie ungewaschene Kleidung verboten. Die amerikanischen Unternehmen sind sogar noch strenger, denn sie verbieten auch Geld, Pelz, Kunst und Batterien.

Damit die Habseligkeiten die Mietbox erreichen, bieten die Unternehmen Hilfe beim Transport an. Einige arbeiten mit Nutzfahrzeugvermietern, wo die Mieter von entsprechenden Rabatten profitieren können. Andere Anbieter holen die Einlagerungsgegenstände direkt an der Haustür ab. An den Lagerhallen selbst gibt es Lastenaufzüge und Rollwagen.

Self Storage ist nicht umsonst

Die Unternehmen verlangen für den Lagerraum zusätzlich zur Miete eine Kaution, die in der Regel bis zu einer Monatsmiete beträgt. Sollte der Mieter seine Miete zu spät oder gar nicht zahlen, dann hat der Anbieter das Recht, die Kündigung auszusprechen. IN dem Fall ist der Anbieter berechtigt, die Box zu öffnen und den Inhalt zum Sperrmüll zu geben. Einige Anbieter tun dies nach bereits 30 Tagen, andere nach 90 Tagen. Andere Unternehmen lassen die Mieter nicht an ihr Eigentum, bis das die Miete gezahlt ist.

In den großen deutschen Städten liegen die Spitzenmieten für Lager- und Logistikflächen derzeit durchschnittlich bei 4 und 7 Euro pro Quadratmeter. Deutschland weit sind in München und Frankfurt die höchsten Mieten zu finden und mit bis zu 375 Euro für den Quadratmeter bewegen sich die Kaufpreise für Logistikgrundstücke in den hohen Regionen, wozu auch hier München und Frankfurt zählen.

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