Showdown bei US-Wahl: Stars rühren die Werbetrommel – Video

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Die Amerikaner stehen vor einer Richtungswahl. Am 5. November 2024 werden sie einen neuen Präsidenten oder eine neue Präsidentin wählen. Das Rennen zwischen dem republikanischen Amtsinhaber Donald Trump und der demokratischen Herausforderin Kamala Harris ist denkbar knapp. Beide Kandidaten setzen in den letzten Tagen vor der Wahl auf Hochkaräter aus der Unterhaltungsbranche, um ihre Botschaften unters Volk zu bringen.

Trump setzt auf Populisten und Showstars

Seit jeher hat Donald Trump eine enge Verbindung zur Welt der Prominenz. Viele Hollywood-Stars, Musiker und Reality-TV-Figuren unterstützen den 78-jährigen Republikaner öffentlich. Aktuell tourt etwa der konservative Entertainer Kid Rock durch die Swing States, um für Trump Stimmung zu machen. Auch der umstrittene Moderator und Verschwörungstheoretiker Alex Jones hat angekündigt, in den letzten Tagen vor der Wahl für Trump aktiv zu werden.

Trump hofft, mit dieser Starpower vor allem seine Basis zu mobilisieren und zusätzliche Wähler aus der Mitte anzusprechen. „Die Leute wollen Unterhaltung und Action. Das liefern wir ihnen“, erklärt ein Sprecher des Trump-Lagers. Kritiker werfen dem Noch-Präsidenten jedoch vor, mit solchen Auftritten von den wirklich drängenden Themen abzulenken.

Harris setzt auf etablierte Hollywood-Größen

Auch Kamala Harris, die als erste Frau und erste Nicht-Weiße ins Weiße Haus einziehen könnte, holt sich prominent Unterstützung aus der Unterhaltungsbranche. Im Gegensatz zu Trump setzt sie dabei eher auf etablierte Hollywood-Größen mit hoher Glaubwürdigkeit.

So warben zuletzt Oscar-Preisträger Morgan Freeman und die bekannte Talkshow-Moderatorin Oprah Winfrey für Harris‘ Kandidatur. Beide genießen bei vielen Wählern hohes Ansehen und sollen vor allem unentschlossene Bürger in den Swing States überzeugen.

„Kamala weiß, dass die Leute Persönlichkeiten vertrauen, die sie aus Film und Fernsehen kennen. Deshalb setzen wir auf Stars, die authentisch für unsere Werte einstehen“, erklärt ein Sprecher des Harris-Lagers.

Der Kampf um die Swing States

Angesichts der Ausgeglichenheit im Rennen um die Präsidentschaft kommt den sogenannten Swing States eine Schlüsselrolle zu. In diesen klassischen Pendler-Bundesstaaten, in denen weder Republikaner noch Demokraten eine klare Mehrheit haben, könnte am Ende die Entscheidung fallen.

Trump und Harris intensivieren daher ihre Auftritte in Bundesstaaten wie Pennsylvania, Michigan, Wisconsin und Arizona. Neben den Auftritten der Spitzenkandidaten versuchen die Wahlkampfteams, mit Hilfe von Prominenten zusätzliche Wähler zu mobilisieren.

„Jede Stimme zählt in den Swing States. Deshalb setzen wir dort voll auf den Faktor Prominenz“, betont eine Mitarbeiterin des Biden-Lagers. Ob die Starpower am Ende den Ausschlag gibt, werden die Wähler am 5. November entscheiden.

Prominente Wahlhelfer im Visier der Kritiker

Nicht nur Befürworter, sondern auch Kritiker der beiden Kandidaten haben die prominenten Wahlkämpfer im Visier. So wird Trump etwa vorgeworfen, mit rechtsextremen Verschwörungsideologen zu kooperieren. Und Harris sehen sich mit Vorwürfen konfrontiert, manche ihrer Promi-Unterstützer seien zu weit von den Lebenswirklichkeiten der einfachen Bürger entfernt.

„Das Risiko ist, dass sich die Wähler von dieser Starparade abgestoßen fühlen. Am Ende geht es doch um die Lösung drängender Probleme, nicht um reine Unterhaltung“, warnt der unabhängige Politikberater Mike Sanders.

Tatsächlich zeigen Umfragen, dass viele Wähler eine stärkere Fokussierung auf Sachthemen wünschen. Doch sowohl Trump als auch Harris setzen weiter auf den Glamour-Faktor, um im Endspurt die Nase vorn zu haben.

Die letzten Tage vor der Wahl werden somit zur Bewährungsprobe – nicht nur für die Kandidaten selbst, sondern auch für ihre prominenten Unterstützer. Wer am Ende die Nase vorn hat, wird sich am 5. November zeigen.

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