Sicher aufwärts mit der richtigen Treppe

Es ist kaum vorstellbar, doch jedes Jahr kommen rund 4000 Personen aufgrund von Treppenunfällen zu Tode. Im Vergleich zu den Zahlen von Verkehrsunfällen sind dies nahezu 20 Prozent mehr, wobei über die Verkehrsopfer weitaus häufiger berichtet wird. Aber wie lassen sich Treppenstürze vermeiden?

Sicherheit geht vor beim Treppenbau

Ein Treppensturz passiert schneller und häufiger, als man denkt. Daher sollte bei der Planung und dem Bau einer Treppe stets die Sicherheit im späteren Gebrauch im Vordergrund stehen. Findet ein Unfall auf einer Treppe statt, dann haftet unter Umständen der Vermieter des Gebäudes oder der Betreiber einer Anlage bei Unfällen. Es gibt viele Faktoren, die zu einem Sturz führen können. Beispielsweise eine zu steile oder zu flache Steigung der Treppe und Stufen, die unterschiedliche Abmessungen aufweisen. Die Profis von Fontanot Treppen wissen, dass sich das Unfallrisiko mit bestimmten baulichen Maßnahmen minimieren lässt.

Besonders für Kinder und ältere Menschen können Treppen schnell zu einer Unfallquelle werden. Daher sind griffige und am besten sogar beidseitige Geländer und Handläufe wichtig, da sie wesentlich zum sicheren Begehen der Treppe beitragen. Hinzu kommt, dass freie Seiten mit einem mindestens 90 Zentimeter hohen Geländer zu sichern sind. Des Weiteren sollten Geländerstäbe maximal 12 Zentimeter auseinanderstehen, damit Kinder nicht dazwischen mit ihren Köpfen stecken bleiben können. Geschlossene Treppen mit Setzstufen sind zudem ungefährlicher als offene.

Besonders gefährlich ist es, auf einer Treppe auszurutschen. Zwar gelten im privaten Bereich (Wohnhaus bis zu zwei Wohnungen) keine speziellen Anforderungen an die Oberfläche der Treppenstufen und deren rutschhemmenden Eigenschaften, doch es ist dringend anzuraten bei den Stufenoberflächen auf eben diese zu achten. Sicherlich kennt jeder seine eigene Treppe im Haus wie im Schlaf, doch eben das wird auch unausgeschlafen und barfuß bzw. nur mit Socken begangen. Daher bietet sich besonders im privaten Bereich eine rutschhemmende Oberfläche zur Sicherheit an.

Treppen – sie müssen richtig geplant werden

Im „Wörterbuch der Gemeinplätze“ von Gustave Flaubert heißt es unter dem Stichwort „Architekten“: „Lauter Trottel. Vergessen immer die Treppen.“. Sicherlich darf diese überspitzte Bemerkung nicht zu ernst genommen werden, aber Bauherren sollten diese als Anregung ansehen.

Denn Bauherren, die sich nicht selbst Gedanken machen, die erhalten am Ende eine platzsparende, halbgewendelte Standard-Treppe, die in einer engen, dunklen Nischen verbaut ist. Sicherlich muss das nicht schlecht sein. Doch es gilt: Je weniger Raum die Treppe einnimmt, desto enger, steiler und unbequemer wird sie. Bauherren, die platzsparende Treppen kaufen und dabei dennoch noch etwas großzügiger planen die erhalten mehr Sicherheit, Komfort und Wohnwert.

Zu Beginn der Planung steht eine Frage: Liegt die Treppen offen im Wohnraum oder separat im Flur? Sofern die Treppe offen im Wohnraum liegt, kann diese als skulpturaler Raumteiler dienen oder sogar als Möbelstück mit dem Stauraum geschaffen wird – oder sie sieht einfach schick aus. Damit rückt der Wohnraum stärker in den Fokus des Geschehens und wird quasi zur Erschließungsfläche, da beide Etagen akustisch und optisch enger zusammenwachsen. Leben Kinder im Haus, dann bekommen Eltern eher mit, was oben in den Kinderzimmern vorgeht.

Wird eine Treppe im Flur installiert, der zumeist mehr oder weniger offen an den Wohnraum anschließt, wird mehr Privatsphäre garantiert. Später kann das Obergeschoss eventuell abgetrennt und separat genutzt werden, wenn die Kinder erwachsen sind. Ebenfalls ist es entscheidend, ob innerhalb des Hauses ein Kellerzugang erwünscht ist. Sofern es sich um einen unbeheizten Keller handelt, gilt es die Treppe nach unten vom Wohnraum energetisch abzutrennen.

Eine Treppe sicher zu gestalten

Jeder Nutzer begeht eine Treppe instinktiv. Das heißt, es wird nicht jeder Stufe eine besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Um die Aufmerksamkeit zu erhöhen, ist ein Wechsel des Belags hilfreich, da so kurzfristig die Konzentration beim Treppensteigen erhöht wird. Auf jeden Fall sollte hier darauf geachtet werden, dass der Belag rutschsicher ist.

Treppenpodeste dienen im Eigentlichen dazu, die Laufrichtung der Treppe zu ändern, ohne das die Stufen selbst verzogen werden müssen. Sie erhöhen somit den Komfort beim Gebrauch der Treppe und haben noch eine wichtige Funktion: Sie verhindern ein zu hektisches Treppensteigen. Sie geben dem Nutzer auf langen Treppenläufen die Möglichkeit kurz zu pausieren und verringern damit den Kraftaufwand und die Hektik beim Gebrauch der Treppe. Damit wird wiederum das Unfallrisiko verringert.

Eine weitere Sicherheitsvorkehrung sind griffsicher Handläufe an beiden Seiten. Von ihnen wird nicht nur das Auf- und Absteigen der Treppe erleichtert, sondern sie können einen Sturz abfangen. Das gilt vor allem für Handläufe, die vom Profil und Durchmesser dem Umgreifen einer Hand entsprechen. Um die Sicherheit zusätzlich zu erhöhen sollten zu beiden Seite des Treppenlaufs Handläufe angebracht sein, da beim Sturz nicht ins Leere gegriffen wird.

Immer öfter ist in den privaten Einfamilienhäusern eine schicke Treppe zu sehen, die ohne Geländer oder Absturzsicherung installiert wird. Von der rechtlichen Seite ist dies möglich, denn schließlich sind Treppen in privaten Häusern und Wohnungen von dieser Auflage ausgenommen. Doch ob ein Bauherr aufgrund optischer Gründe auf diese Sicherheitsvorkehrungen verzichten will, das sollte gründlich überlegt werden. Denn letztendlich gibt es auch fast unsichtbare Glasscheiben, die hier zum Einsatz kommen können.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert