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Söder befürchtet deutliche Konjunkturabschwächung ab Herbst

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) erwartet ab Herbst eine deutliche Abschwächung der Konjunktur. „Wir müssen uns darauf einstellen, dass wir aus einem mehrjährigen Hoch in eine schwierige Phase kommen“, sagte Söder dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Samstagausgaben). Die Stärke Deutschlands sei der industrielle Bereich.

„Aber es werden zurzeit keine Flugzeuge bestellt, weniger Autos verkauft – und große Maschinen finden kaum Absatz. Solange sich die desaströse Lage in den USA und Lateinamerika nicht verbessert, springt der internationale Markt nicht wie gewohnt an.“ In Deutschland müsse man deswegen nach den Sommerferien überprüfen, welche Maßnahmen zur Stützung der Wirtschaft noch nötig seien. „Wir müssen im Herbst einen Corona-TÜV machen und schauen, was bisher gewirkt hat und was fehlt“, sagte der CSU-Chef. Mit einer Verlängerung von Kurzarbeit und der Insolvenzordnung könne man Sicherheit geben. „Aber wir müssen rasch neue Strukturen anschieben, mit Investitionen in Forschung und in Spezialindustrien wie Luft- und Raumfahrt, Maschinenbau oder die Automobilzulieferer. Den Klimaschutz müssen wir dabei mitdenken: Es könnte eine Idee sein, Autos mit schlechten CO2-Werten in klimafreundlichere Fahrzeuge zu recyceln.“ Die in der Koalition vereinbarte Abschaffung der sachgrundlosen Befristung von Jobs ließ Söder offen. „Flexibilität und Ideologiefreiheit sind das Wichtigste in der Krise“, sagte er auf eine entsprechende Frage.

Foto: Container, über dts Nachrichtenagentur

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